Das Geschenk der Einigkeit, der Dreieinigkeit

Das Geschenk der Einigkeit, der Dreieinigkeit

Unglaublich: Nun war Markus ein halbes Jahrhundert alt. Ein großes Fest wurde für ihn ausgerichtet. Alle waren gekommen, um ihm zum 50. Geburtstag zu gratulieren: die Familie, Freunde und Bekannte.

   Was keiner wusste, war, dass gleich drei Personen eine Rede vorbereitet hatten. Unabhängig voneinander wollten sie den Jubilar mit ein paar Sätzen würdigen, bevor das Büfett eröffnet und kräftig gefeiert wurde. 

   Der Vater ergriff zuerst das Wort. „Ich bin so froh, dass es dich gibt…“, sagte er mit Tränen in den Augen. „Ich kenne dich nun schon dein Leben lang, habe deinen ersten Schrei gehört – mitgekriegt, wie du zur Schule gekommen bist. Das Radfahren habe ich dir beigebracht. Ich habe dir über den ersten Liebeskummer hinweggeholfen. Ja, und nun bist du ein gestandener Mann, der manche Herausforderung bezwungen hat. Du setzt dich für deine Mitmenschen ein und bist immer da, wenn man dich braucht. Ich bin so stolz auf dich! Hoch sollst du leben!“ Er erhob das Glas.

   Aber bevor alle auf Markus’ Wohl anstoßen konnten, stand sein Sohn auf. „Tja, Vater, ich kenne dich bloß halb so lange wie Opa. Aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass du der beste Vater bist, den man sich nur wünschen kann…“, improvisierte er. „Du hast mir das Radfahren beigebracht und meine Wunden verarztet, wenn ich hingefallen bin. Als ich lernte, Klavier zu spielen, hast du eine Engelsgeduld bewiesen. …und du warst immer für mich da, als mir die Mädels einen Korb gegeben haben. Noch heute kann ich dich Tag und Nacht anrufen, wenn ich einen Rat brauche. Wie gut, dass ich dich habe…! Hoch sollst du leben, Vater!“ Wieder wollten die Anwesenden auf ihn trinken…

   „Moment mal…“, meinte der beste Freund. „Ich will auch noch etwas sagen, obwohl wir uns erst 13 Jahre kennen: Es war das Beste, was mir passieren konnte, als wir uns damals im Skiurlaub trafen und sofort merkten, dass die Chemie stimmt. Seitdem gingen wir durch dick und dünn. Über alles konnten wir reden. Du warst sogar in der schwersten Zeit meines Lebens für mich da, hast mich getröstet… Und dann haben wir vor acht Jahren gemeinsam die Kanzlei aufgemacht – eine gute Entscheidung. Das brachte Bewegung in unser Leben. Wir konnten inzwischen viele Menschen rechtlich vertreten, ihnen helfen. Und uns hat das schließlich auch geholfen… Markus, du bist der beste Freund, den ich finden konnte. Schön, dass es dich gibt. Hoch sollst du leben!“

   Danach wurde nun wirklich das Glas erhoben und auf das Geburtstagskind ein „Prosit“ ausgesprochen. 

   Übrigens: Ich war auch auf dieser Feier! Als ich mitbekam, wie drei Leute über eine Person aus unterschiedlichen Perspektiven sprachen, dachte ich: „Was für ein merk-würdiges Bild für Dreieinigkeit. Gott-Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist zeigen auch jeweils eine Seite von Gott. Sie sind eins, sich einig – in allem! Es lohnt sich, Gott – mit seinen Facetten – zu vertrauen.“

Autorinjanaschumacher

Ich bin Baujahr 1970 und lebe in Rostock - an der Ostsee... Ich liebe das Meer; und ich liebe das Mehr, das Jesus Christus mir mehr und mehr ins Herz gibt: Himmel im Herzen!

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen