Jeder Mensch ist anders gestrickt

Jeder Mensch ist anders gestrickt

Jeder Mensch ist anders gestrickt. Der eine unter uns betrachtet die Welt in hellen, grellen Farben. Der andere teilt das Leben in schwarz und weiß ein. Und der nächste sieht eher gänzlich schwarz. Das hängt wohl in erster Linie mit unseren Denkmustern zusammen, die wir im Laufe unseres Lebens gewebt haben. Und auch das, was uns widerfahren ist, spielt eine wesentliche Rolle. Schlechte Erfahrungen können unsere Farbmuster wesentlich beeinflussen…

 

Wie geht es dir?

  • Kriegst du dich mit deinem Partner hin und wieder in die Wolle, was du vielleicht gar nicht möchtest?
  • Ist dir der Geduldsfaden gerissen, was dein Kind betrifft, sodass du nicht weißt, wie du mit ihm umgehen sollst?
  • Hat dich ein geliebter Mensch ausgemustert?
  • Bist du von einer vertrauten Person vielleicht hintergangen worden, weil sie aus dem Nähkästchen geplaudert hat?
  • Hast du – durch den Verlust deiner Arbeit – eventuell den Hoffnungsfaden verloren, indem du in finanziellen Nöten steckst?
  • Bist du gerade verstrickt – in Sünde, in ungesunden Lebensmustern, in ungünstigen Umständen?
  • Oder hängt deine Liebe womöglich am seidenen Faden, weil du in deinem Leid nur fadenscheinige Vertröstungen hörst?

 

Wie gesagt: Jeder Mensch ist anders gestrickt. Und jeder von von uns beschäftigt sich gerade mit unterschiedlichen Stoffmustern. Doch dabei sind wir niemals festgelegt. In keinem Fall gilt das Motto: Immer die alte Masche! Immer den gleichen Faden spinnen! Denn wir haben die Fäden in der Hand…Von jetzt auf gleich können wir es mit anderer Wolle probieren, unser Leben weiter zu stricken. Wir können Material nehmen, dass nicht so hart und kratzig ist, sondern weich und flauschig. Und dann verändern sich sowohl unsere Denkmuster als auch die Verhaltensmuster.

 

Ja, es stimmt: Jeder Mensch ist anders gestrickt. Trotzdem ist keiner so richtig gern allein. Wir sehnen uns nach dem, der unsere Maschen auffängt, wenn wir sie verloren haben; der uns entknoten, wenn wir falsch gestrickt sind; der mit uns für immer und ewig verwoben sein möchte. Gott bietet sich an, uns durch das Leben zu begleiten. Er möchte Farbe in unser Leben bringen: das Weiß der Reinheit, das Grün der beständigen Hoffnung, das Blau des Himmels, welches die Beziehung zu ihm, zu uns selbst und zu unserem Nächsten im neuen Licht erstrahlen lässt. Gott wirbt darum, der „rote Faden“ in unserem Lebensmuster zu werden, der alle Bereiche durchziehen kann und will; er möchte der „rote Faden“ sein, der uns mit seiner Liebe, mit Gnade und Barmherzigkeit umgibt.

 

Lass uns heute doch zarte Bande zu dem Meister aller Muster knüpfen oder den Faden wieder zu ihn aufnehmen. Denn dann werden wir erfahren: „Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“ (Prediger 4,12)

Jana Schumacher

Ich bin Jana Schumacher und lebe in Rostock - an der Ostsee... Ich liebe das Meer; und ich liebe das Mehr, das Jesus Christus mir mehr und mehr ins Herz gibt: Himmel im Herzen!