Innehalten schafft Inhalt

Innehalten schafft Inhalt

„Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein.“ (Jesaja 30,15)

Kurz bevor „Corona & Co“ hierzulande nur noch unser Leben bestimmen wollte, las ich einen Satz, den ich feinsäuberlich im hintersten Regal meines Oberstübchens deponierte. Er hieß: „Wenn du nicht nach draußen kannst, dann gehe nach innen.“ 

Nachdem „von oben“ dann der so genannte „Lockdown“ verordnet wurde, fuhr ich nicht nur ganz oft in „meinem“ Park spazieren, sondern saß auch sehr oft in dem Stübchen, das Thomas und Katrin mir so großzügig zur Verfügung gestellt hatten. Und so machte sich die aussagekräftige Aufforderung irgendwann von ganz allein bemerkbar. Irgendwie wollte sie beachtet, geachtet werden. Also ging ich in mich und dachte darüber nach, was Gott mir offensichtlich durch sie sagen wollte. „Ja, derzeit kann ich nicht uneingeschränkt nach draußen… Aber wie oft habe ich in den letzten Jahren nur ‚nach außen’ gelebt!“, gestand ich mir ein. Gerade als Autorin konnte ich ja nicht nur im stillen Kämmerlein Bücher schreiben; ich musste sie auch nach draußen transportieren; sie repräsentieren… Daher bewegte ich mich seit einer geraumen Zeit vermehrt in den Social Media. Ich machte Werbung für meine RÄTSELANDACHTEN und für meine Biografie „Nicht auf den Kopf gefallen, oder?!“ Vielen netten Bekannten und Unbekannten erzählte ich eine Menge aus meinem Leben. Meine Gedanken richtete ich darauf, wie ich sie aufrichten konnte. 

Ich steckte ganz viel Herzblut und Kraft in diese Aufgabe und merkte immer mehr, wie kraftlos ich selbst wurde. Im Laufe der Zeit fühlte ich mich im großen Online-Netz so gefangen und verloren wie ein Fischlein im Kescher eines Anglers, das um sein Leben bangte; ich drohte, mich selbst zu verlieren!

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Obwohl die digitale Welt – auch während der Corona-Pandemie – uneingeschränkt für mich offen war, schloss ich für eine Weile ihre Pforten. Ich ging tatsächlich nach innen. In meinen Gedanken räumte ich so auf, dass ich Gott allmählich wieder dafür danken konnte, was ich an Gutem erlebt hatte. Und meinen Gefühlen räumte ich Platz ein, wodurch ich erneut mit Freude, Kraft und Zufriedenheit erfüllt wurde.

Gott hatte mich zum Schreiben berufen. Als mir das im Innehalten ganz neu bewusst wurde, war mein Herz wieder Feuer und Flamme. Fortan durfte ich mich neu erfinden. Und so entstand – wie bereits erwähnt – die entzündete Idee, meine „bewegenden Gedanken-Gänge“ schriftlich festzuhalten und an dieser Stelle zu veröffentlichen. Denn durch sie darf Gott noch so manches Menschenherz erwärmen. Ja, und vielleicht springt bei dem einen oder anderen sogar der göttliche Funke über, sodass es für Gottes Angelegenheit brennt und einen Hoffnungsschimmer hinterlässt!

Jana Schumacher

Ich bin Jana Schumacher und lebe in Rostock - an der Ostsee... Ich liebe das Meer; und ich liebe das Mehr, das Jesus Christus mir mehr und mehr ins Herz gibt: Himmel im Herzen!