Himmel-Reich-Gedichte 

Anb(i)eten

Anb(i)eten

 bin die Wahrheit.

Du kannst mich nicht verbiegen –

doch du darfst dich selbst belügen.

 

Ich bin der Lebensweg.

Ich will dich gern begleiten –

doch du musst ihn nicht beschreiten.

 

Ich bin das Licht der Welt.

Ich kann dein Herz erhellen –

doch du darfst das Dunkel wählen.

 

Ich halte dir das Ganze hin…

Vergebung, Rettung, Ewigkeit –

biete Liebe, Halt und Sinn,

ein Leben voller Kraft, Geleit.

Du darfst freiwillig entscheiden:

Lebst du von dem Angebot

oder wirst du dich beschneiden

und wählst zum Schluss den Tod?

 

Dabei will ich noch erwähnen,

wie ich dich brauche, um dich warb.

So riesengroß ist nun mein Sehnen,

dass ich aus Liebe für dich starb!

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Sch-Mächtig

Sch-mächtig

Und ist mein Glaube noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein: 

Du bist „die Kraft“ und „meine Stärke“,

versetzt durch mich so manche Berge!

 

Und ist das Leben noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Denn du bist selbst vom Tod erstanden –

Hoffnung wird jetzt nicht zuschanden!

 

Und ist die Liebe noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Es bleibt in Ewigkeit dein Lieben –

das hast du mir ins Herz geschrieben!

 

Und sind die Kräfte noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Fühl’ ich mich auch erbärmlich, schmächtig,

wirkt deine Kraft in mir noch mächtig!

 

Und sind die Möglichkeiten klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Mit dir kann Unmögliches gelingen –

du lässt mich über Mauern springen!

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Ich bin mit dir

Ich bin mit dir

Ich bin mit dir, …halte mein Wort,

gehe von dir nie wieder fort.

Ich gebe dir Zuflucht, gebe dir Licht,

Auf ewig bin ich die Zuversicht.

 

Ich bin mit dir, …halte dich fest,

auch wenn ein Mensch dich fallen lässt.

Ich fange dich auf, trage dich weit

bis hin zu mir – durch Raum und Zeit.

 

Ich bin mit dir, …halte zu dir,

hast du auch Feinde wegen mir.

Sei unbesorgt. Ich schütze dich,

habe dich stets vor Angesicht.

 

Ich bin mit dir, …halte die Wacht,

bist du müde, fühlst du dich schwach.

Ich helfe dir, gebe dir Kraft,

die neues Leben in dir schafft.

 

Ich bin mit dir, …halte dich aus,

willst du auch einmal hoch hinaus.

Ich hole dich ein, reich’ dir die Hand,

führe dich in das himmlische Land.

 

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Das Weizenkorn

Das Weizenkorn

Ein kleines, junges Weizenkorn 

beginnt vor Angst zu zittern; 

es ist enttäuscht und voller Zorn

und will nun schier verbittern.

Der Gärtner hat ihm kundgetan: 

„Du sollst vergraben werden! 

Damit mehr Leben wachsen kann, 

musst du nun einmal sterben!“

 

Das Weizenkorn versteht das nicht; 

es fühlt sich wie beschrieben. 

Es liebt sein Dasein, liebt das Licht, 

will nicht im Dunkeln liegen.

Der Gärtner nimmt es in die Hand 

und streichelt es bewogen.

Dann setzt er es ganz eklatant, 

behutsam in den Boden.

 

  Da ist es nun — das starke Korn 

bereit, sich hinzugeben. 

Und daraufhin wächst es enorm 

dem neuen Sein entgegen.  

Der Gärtner hat das kommen sehn;

so geht es einem jeden …

Wenn ich verlier’, kann ich noch säen:

Ich sterbe mich zum Leben!

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Weil ich dir stets vertrauen kann

Weil ich dir stets vertrauen kann

Weil ich dir stets vertrauen kann, 

lehn’ ich mich arglos bei dir an.

Ich will getrost die Augen schließen,

die Gegenwart mit dir genießen.

Du gibst dem Herzen ein Zuhaus‘,

nutzt mich – als Papa – niemals aus.

Und darum lasse ich jetzt zu, 

dass ich auftank’ und gar nichts tu’.

 

 

Doch bin ich dann erholt, gelöst, 

nachdem ich länger eingedöst, 

darf ich in deinem Arm erwachen 

und meine Augen weit aufmachen, 

nehm’ – was ermüdet – in den Blick, 

betrachte, was mich nicht erquickt.  

Ich lass’ es zu und lass’ es los.

Und plötzlich wird die Freude groß.

 

 

Die Dunkelheit hast du belichtet 

und mich ganz zärtlich aufgerichtet, 

sodass ich wieder aufrecht stehe 

und mutig meinen Weg nun gehe, 

um mich dem Nächsten zuzuwenden 

und ihm dann Trost und Kraft zu spenden. 

Ich mach’ mich selber zum Präsent, 

weil in mir deine Liebe brennt!

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Von Wegen...

Wortspiele

Ich will dir danken für den Sinn,

den du, Herr, meinem Leben gibst,

auch wenn ich nicht imstande bin,

stets zu verstehen, wie du mich liebst.

 

Nicht selten sitze ich im Tal.

„Was soll ich hier?“, frag’ ich ganz schon.

„Ich bin so müde, leide Qual.

Sitzt du denn wirklich auf dem Thron?“

 

Im Nachhinein wird mir bewusst,

der Weg hat mir doch gut getan.

Du weißt genau, was du da tust,

verwirklichst deinen großen Plan.

 

Mein Ende, Herr, ist dein Beginn

und meiner Schwachheit – deine Kraft.

Aus Fehlern ziehe ich Gewinn,

weil deine Liebe Hoffnung schafft.

 

Wie bin ich doch in dir bewahrt.

Du führst mich sicher an der Hand.

Ich kenne nur die Gegenwart;

dir ist die Ewigkeit bekannt.

Himmel im Herzen

Himmel im Herzen / Jana Schumacher

Ich mach’ mich auf und komm’ zu dir,

lass’ das, was stört, nun hinter mir.

Die Sehnsucht hat damit ein Ende;

vorüber ist das wirklich Fremde.

Längst kamst du, Gott, mir entgegen –

mit deiner Liebe, mit dem Segen.

Und weil du mir ganz nahe kommst,

sogar in meiner Seele wohnst,

sehe ich und kann ich es spüren,

wie Himmel und Erde sich berühren.

Trotz Grenzen und so mancher Schmerzen

hab‘ ich nun den „Himmel im Herzen“!

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Gut durchgeführt

Gut durchgeführt

Du bist mein wunderbarer Hirte,

der mich bis hierher gnädig führte –

auf die saftig grüne Aue,

weil ich dich liebe, dir vertraue.

Doch auch im dunklen, tiefen Tal

– wo ich erleide manche Qual –

lässt du mich wirklich nicht im Stich.

Du bist mir nahe, tröstest mich.

Mein Leben lang gibst du Geleit,

und das gibt mir Geborgenheit!

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Gottes Zu-Ruf der Liebe

christliche Gedichte über das Leben

Bevor ich diese Erde schuf,

erging an dich mein leiser Ruf.

Ich liebe dich – von Anfang an -,

und das … dein ganzes Leben lang.

Nun hoffe ich, dass du mich hörst,

mir deine Liebe nicht verwehrst.

Ich möchte dir die Fülle geben 

und eng mit dir zusammenleben…

Ich lade dich von Herzen ein,

mein Freund, mein Kind, das Licht zu sein!

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Unverblümt

Unverblümt

Seht die Blumen auf dem Felde…-

Was ist das doch für ein Gemälde!

In ihrer großen Farbenpracht

sind sie nur für Euch gemacht.

Auch schuf ich sie in vielen Arten

für die Wiese, für den Garten.

Sie können nicht weben, nicht spinnen,

produktiv auch nichts gewinnen.

Sie sind nur herrlich anzusehen

und müssen auch schon bald vergehen.

 

Blumen hab’ ich schon sehr gern,

doch Ihr seid mein Augenstern,

erwählt, gekrönt, mein größtes Glück!

Euch habe ich noch mehr im Blick.

In mir seid ihr rundum geborgen.

Darum macht Euch keine Sorgen

um Kleidung, Trinken und das Essen.

Ich werde Euch doch nie vergessen!“

All das hat Jesus uns gesagt.

Und deshalb sind wir unverzagt.

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Ergreifend von Gott ergriffen

Ergreifend von Gott ergriffen christliche Gedichte über das Leben

Ich hab´s noch nicht begriffen;

es ist fast wie ein Traum.

Doch bin ich jetzt ergriffen:

Ich darf dir, Gott, vertrau´n.

Du bist mein Licht, mein Leben,

die Hoffnung und das Ziel.

Du hast mir Halt gegeben,

nachdem ich so tief fiel.

Ich lief in deine Arme.

Sie waren ausgestreckt.

Ich spürte dein Erbarmen,

hab´ Liebe erst entdeckt.

Seitdem blick´ ich nur vorwärts,

ergreife deine Hand

und liebe so dein Vaterherz.

Es ist mir zugewandt

und lässt mich ganz vergessen,

was früher einmal war:

die Not und das Vermessen,

das Unrecht auch sogar.

Ich will nur auf dich sehen,

gestalten deine Welt

und deine Wege gehen,

weil uns das so gefällt.

 

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Aus der Vogelperspektive

Aus der Vogelperspektive

Weil ich heut einmal gar nichts tu’,

schau’ ich den schlauen Vöglein zu,

wie sie mir große Frede bringen –

mit ihrem Leben, ihrem Singen,

obwohl sie erstmal gar nicht wissen,

wo sie Futter suchen müssen.

Sie trauen Gott wohl unbekümmert,

weil er sich stetig um sie kümmert,

und ihnen, was sie brauchen, schenkt –

Tag für Tag gern an sie denkt.

 

Ich überlege, komm’ zum Schluss,

dass ich mich nicht so sorgen muss –

um Kleidung, Trinken und das Essen:

Mein Gott wird mich ja nicht vergessen.

Wenn er die Tiere so verpflegt –

wie wird der Mensch dann erst umhegt,

dem er ja noch mehr Würde gibt,

den er – als Ebenbild – sehr liebt!

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Lebenslänglich

Lebenslänglich

In Gottes Hand steht meine Zeit!

Und das gibt mir Gelassenheit.

Er kennt den Anfang – und den Schluss,

wenn ich hier Abschied nehmen muss. 

Doch bis mein Ende kommt – im Leben,

habe ich noch viel zu geben:

Ich will Apfelbäume pflanzen 

und jeden Tag mit Frohsinn tanzen!

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Verwunden

Verwunden

Ich verzog heut meine Miene,

denn mich stach die kleine Biene

mitten auf den Oberarm.

Ich merkte gar nicht, dass sie kam.

 

Weiß diese dumme Biene nicht,

wenn sie einen Menschen sticht,

dass ihr ein böses Unheil droht?

Nach kurzer Zeit ist sie dann tot!

 

Nun will ich diese Szene deuten:

Wie dem Tierchen geht’s uns Leuten.

Hab` ich einen nur gestochen

und ihm dann das Herz gebrochen, 

hätt` auch ich den Tod verdient.

Doch Jesus hat für mich gesühnt.

Durch sein Sterben darf ich leben.

Das ist gütig … zugegeben!

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Gescheiter(t)

Gescheiter(t)

Du siehst nur auf dein Versagen,

das Scheitern und die Niederlagen,

auf die Schrammen und die Kratzer,

auf die Schuld und auf die Patzer.

Doch ich seh’ mehr in dir, mein Kind,

weil in dir meine Schätze sind

und weil ich selber in dir lebe,

die Ewigkeit ins Herz dir gebe,

der Tempel deines Leibes bin.

Dein heiler Kern – von Anbeginn –

wird nicht zerstört, geht nicht kaputt.

Mein Gütesiegel gilt: „Sehr gut“!

Du hast Würde, Wert und Kraft,

Erlösung, Freiheit, Leidenschaft.

Nichts und niemand kann das nehmen.

Das, was war, muss dich nicht lähmen.

So hör‘ in dich und sieh auf mich.

Die Dunkelheit wird wieder licht,

wenn du hinfort ganz anders denkst

und dich nicht länger selbst beschränkst.

Grabe diesen Schatz neu aus

und dann geh‘ hin und mach‘ was draus!

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Gefragt, gewagt

Gefragt, gewagt

Der Schicksalsschlag – er haut dich um.

Du bist verzweifelt. Fragst: „Warum?

Wieso, mein Gott, lässt du das zu,

obwohl ich täglich so viel tu,

um dir Ehre, Ruhm zu bringen

und manche Riesen zu bezwingen?“

 

Die Antwort kommt nicht an das Licht,

doch du hörst Gott, wie er nun spricht:

„Mein Kind, du bist mir treu ergeben.

Trotzdem kommt es vor – im Leben,

dass du durch dunkle Täler gehst,

auch wenn du das noch nicht verstehst.

In dieser Welt ist nichts perfekt.

Hat dich das so noch nicht erschreckt?

 

Solange du hier atmen kannst,

erlebst du Kummer, Schmerz und Angst.

Doch – du bist darin nicht allein;

ich werde stetig bei dir sein.

Ich stärke dich  –  in jedem Fall

und bin bei dir … auch in dem Tal;

Dann wische ich die Tränen fort

und führe dich  –  du hast mein Wort  – 

aus diesem Tal auch wieder raus,

begleitete dich ins Vaterhaus!“

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Gott gibt mee(h)r

Gott gibt mee(h)r

Du schickst mich auf das weite Meer,

wo mich bestürmt das Unbehagen,

weil ich spür‘, dass ringsumher

meine Füße kaum noch tragen.

Ich bin von Wellen hier umgeben.

Auch der Wind bläst ins Gesicht.

Ich fürchte mächtig um mein Leben,

und es sinkt die Zuversicht.

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

kann ich mich auf dich verlassen.

Da bist auch du, mein treuer Herr.

Ich will deine Hand erfassen,

die mich hält und weiterbringt.

Im Glauben darf ich auf dich sehen,

weil das Wagnis auch gelingt:

Ich kann – mit dir – auf Wellen gehen!

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Beflügelt

Beflügelt

Ich weiß, wie mein Engel flitzt,

mich umgibt und mich beschützt –

in jeder Nacht, an allen Tagen,

denn Gott hat es ihm aufgetragen,

weil ihm mein Leben wertvoll ist,

sodass er mich niemals vergisst!

 

Liebe für Gott - Lebe für Gott

Liebe für Gott - Lebe für Gott

Du und ich – wir sind verschieden:

Du bist groß, und ich bin klein.

Dennoch hast du dich entschieden,

mein Bruder und mein Freund zu sein.

Dafür möchte ich dich preisen,

will dich lieben – immerdar,

im Leben stets auf dich verweisen.

Denn du bist so wunderbar!

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Barmherzig - Warmherzig

christliche Gedichte über das Leben

Herr, du bist mir nachgegangen, 

als ich mich verlaufen hab’, 

hast mit mir neu angefangen, 

als es nichts zu hoffen gab.

 

In Liebe hast du mich umarmt, 

obwohl du alles von mir weißt.

Selbstlos hast du dich erbarmt,

mich eingekleidet und gespeist.

 

Herr, du hast mich reich gesegnet. 

Nun bittest du mich warmherzig, 

dass ich Menschen so begegne:

„Beschenke auch! Sei barmherzig!“

 

Weil du täglich an mich denkst,

seh’ ich nun zum Nächsten hin.

Was er braucht, das weißt du längst.

Im Schenken liegt mein Lebenssinn.

 

Was ich hab’, geb’ ich nun weiter,

denn alles kommt, mein Gott, von dir.   

Und so werde ich selbst heiter, 

bleibe reich! Hab’ Dank dafür!

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Sorgen erleben

Sorgen erleben

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

und raubt dir eine Menge Kraft.

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

was dich herumtreibt, was dich schafft.

Er kann wirklich für dich sorgen,

denn er hat den Überblick.

Um dein Gestern, Heute, Morgen

kümmert er sich recht – geschickt!

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Auf Wiedersehen

Auf Wiedersehen

Unsere Herzen sind zerrissen,

und die Trauer riesengroß,

weil wir euch so sehr vermissen.

Denn ihr ruht in Gottes Schoß.

Ach, was würden wir drum geben,

die Uhr nochmal zurückzudreh´n,

einen Tag mit euch zu leben,

einen Weg gemeinsam geh´n.

 

Doch – es ist uns zugesagt:

Es gibt für uns ein Wiedersehen –

in Gottes Welt … ganz unverzagt,

werden wir den Plan verstehen

und euch in die Arme schließen,

endlich herzen, glücklich sein.

Keine Träne wird mehr fließen.

Darauf dürfen wir uns freu´n!

Unterwegs

Unterwegs

Ohne jegliche Beschwerde

kamst du, Herr, auf die Erde.

Nichts war dir zu unbequem –

auch nicht der Stall in Bethlehem.

 

So hast du dich zu uns begeben:

In den Tod kommt nun das Leben.

Durch das Dunkel scheint das Licht.

In Trauer wächst jetzt Zuversicht!

 

Viele sollen das noch sehen:

Drum kann ich neue Wege gehen,

darf die Botschaft weitertragen …

zu den Menschen, die verzagen.

 

Der Horizont wird sich erweitern.

Und sollt‘ ich dabei stürzen, scheitern,

verlasse ich mich fest darauf:

Der Herr richtet doch stetig auf!

 

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Ein einzigartiges Ma(h)l

Ein einzigartiges Ma(h)l

Unser Retter und Befreier

lädt uns heute alle ein –

zu dieser wunderschönen Feier.

Er serviert uns Brot und Wein.

Alle dürfen schmecken, sehen,

wie er uns von Herzen liebt.

Auf der Zunge darf zergehen,

dass er jede Schuld vergibt.

 

Er lebte, um für uns zu sterben,

hat uns vom Tode auferweckt.

Wir dürfen seinen Reichtum erben,

der im Leben mit ihm steckt.

 

Wir denken an die Peitschenhiebe,

an das Blut, das große Leid.

Er fügte sich aus reiner Liebe.

Alle Wunden sind geheilt.

 

Er hat sich für uns hingegeben.

Unsere Herzen werden weit.

Wir wollen gerne für ihn leben

in dieser Zeit, in Ewigkeit!

 

So lasst uns feiern – hier im Saal –

mit Brot und Wein … das Abendmahl.

Wir dürfen alle daran denken:

Gott will sich darin selbst verschenken!

Für nichts war Jesus sich zu schade,

zeigt jetzt jedem seine Gnade.

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Gethsemane

Gethsemane

In einer tiefen Dimension 

erlebe ich, wie Gottes Sohn 

sich menschlich und verletzlich zeigt, 

sodass mein Herz nur staunend schweigt.

Er ist hier in Gethsemane, 

wo ich ihn voller Schmerzen seh’ – 

so mächtig hilflos, kräftig schwach.

Mir geht lang sein Erleben nach…

 

Es ist vor seinem letzten Gang… 

Nun wird er traurig. Ihm ist bang; 

er möchte nicht alleine sein. 

Doch – seine Freunde schlafen ein. 
Er ist nun einsam und verlassen 

und leidet über alle Maßen. 
Die Tränen fließen wie das Blut.

Noch fehlen ihm die Kraft, der Mut, 

„das Ja“ zu seinem Weg zu finden 

und seine Angst zu überwinden.

Er betet, kämpft; er schreit zu Gott; 

er ringt sich durch, bejaht den Tod. 

 

Sobald verlässt er jenen Garten 

– von Judas, seinem Freund, verraten…

Er wird verspottet und verhöhnt 

und was er fühlt, wird nicht verschönt.

Durch sein eigenes Ergehen 

kann er tröstend mich verstehen! 

„Der Mann der Schmerzen“ – spüre ich – 

lässt mich im Leiden nie im Stich. 

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Sein Sterben

Sein Sterben

Es ist auf seinem letzten Gang. 

Vorbei ist längst der Lobgesang.

Nun warten auf den Gottes Sohn 

nur Schmerzen, Schläge, Spott und Hohn.

Er muss das schwere Kreuz nun tragen 

und wird daran sogar geschlagen.

Sein letztes Wort: „Es ist vollbracht!“, 

das klingt im Herzen mir noch nach…

 

Ich bin bewegt und auch ergriffen:

Der Vater hat nicht eingegriffen. 

Er lässt es zu, bricht sich das Herz, 

erduldet Not, den ganzen Schmerz, 

das eigne Kind nun zu verlieren, 

damit wir – seine Menschen – spüren, 

wie sehr er uns doch wirklich liebt

 und dass er alles für uns gibt! 

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