Von Wegen

 

Ich will dir danken für den Sinn,

den du, Herr, meinem Leben gibst,

auch wenn ich nicht imstande bin,

stets zu verstehen, wie du mich liebst.

 

Nicht selten sitze ich im Tal.

„Was soll ich hier?“, frag’ ich ganz schon.

„Ich bin so müde, leide Qual.

Sitzt du denn wirklich auf dem Thron?“

 

Im Nachhinein wird mir bewusst,

der Weg hat mir doch gut getan.

Du weißt genau, was du da tust,

verwirklichst deinen großen Plan.

 

Mein Ende, Herr, ist dein Beginn

und meiner Schwachheit – deine Kraft.

Aus Fehlern ziehe ich Gewinn,

weil deine Liebe Hoffnung schafft.

 

Wie bin ich doch in dir bewahrt.

Du führst mich sicher an der Hand.

Ich kenne nur die Gegenwart;

dir ist die Ewigkeit bekannt.

 

 Zurück zu den Wurzeln

 

Lange war ich heut im Wald,

sah mehr als einen Baum.

Doch einer war besonders alt.

Erst schätzte ich ihn kaum.

 

Die Wurzeln wachsen tief und fest

seit Jahren in den Boden ein. 

Doch streckt sich der gesamte Rest

weit, hoch bis in den Sonnenschein.

 

Sein Standpunkt ist damit ganz klar.

Der Baum kann zu sich stehen.

Doch ist er keineswegs nur starr,

kann Stürme überstehen.

 

Er atmet für uns Gifte ein,

hilft Schlechtes umzuwandeln.

Der Baum will Lebensspender sein.

Ich dank ihm für sein Handeln.

 

Nach jedem Winter treibt er neu – 

das ist nunmehr sein Ziel.

Trotz Kälte bleibt er uns so treu.

Der Baum steht für so viel!

 

 

 

Was ein Freund schafft

 

Wenn du einen Menschen hast,

der dich meint, der zu dir passt,

in jeder Lage zu dir steht –

egal, wie es dir wirklich geht,

dann bist du reich. Denn das ist Glück.

Du hast vom Himmel schon ein Stück.

 

 

 
Dich beim Wort nehmen

 

Ich sitze, Herr, zu deinen Füßen 

und kann dein Dasein auch genießen.

Nur auf dich hören, in dir ruh‘n,

mit dir reden, gar nichts tun,

mich mit deinem Wort befassen 

und mich reich beschenken lassen – 

das gibt Kraft und Zuversicht.

In dem Herzen wird es licht.

Ich seh’ anders auf die Welt,

weiß nun wieder, was hier zählt,

wozu du mich berufen kannst –

ohne Zweifel, ohne Angst.

So will ich mich von hier erheben 

und neue Hoffnung weitergeben.

Denn das ist dein guter Wille…

Wir dürfen leben aus der Fülle!

Auf Wiedersehen
 

Unsere Herzen sind zerrissen,

und die Trauer riesengroß,

weil wir euch so sehr vermissen.

Denn ihr ruht in Gottes Schoß.

Ach, was würden wir drum geben,

die Uhr nochmal zurückzudreh´n,

einen Tag mit euch zu leben,

einen Weg gemeinsam geh´n.

Doch – es ist uns zugesagt:

Es gibt für uns ein Wiedersehen –

in Gottes Welt … ganz unverzagt,

werden wir den Plan verstehen

und euch in die Arme schließen,

endlich herzen, glücklich sein.

Keine Träne wird mehr fließen.

Darauf dürfen wir uns freu´n!

 

Abgewogen

 

Wiegt meine Last auch noch so schwer,

und leide ich auch gar zu sehr –

so fällt … trotz Tränen und Verzicht …

sie später nicht mehr ins Gewicht.

Im Himmel gibt es weder Not

noch Tränen, Leid und keinen Tod…

So blick‘ ich auf zur Ewigkeit,

denn Gott verspricht mir Leichtigkeit!

 

 

 

 

Tief bewegt

 

Die Hälfte meines Lebens

lebte ich vergebens.

Ich suchte Halt, Liebe und Schutz.

Doch ich fiel tief, lag nur im Schmutz. 

Ja, oft hab´ ich Beton berührt

und tiefe Wunden dann gespürt.

Ich glaubte nicht, ich sei zu retten.

Dann kamst du, sprengtest die Ketten.

 

Nun steh´ ich hier und bin befreit.

Mein Herz ist voller Dankbarkeit.

Du halfst mir hoch, stelltest mich hin,

gabst meinem Leben neuen Sinn.

Ich lebe heute nur noch für dich,

werfe das Alte hinter mich

und gehe aufrecht meinen Pfad –

mit Wert und Kraft … als Unikat!

 

 

 

 

 

 

Scherben-Mehr 

 

Ich sehe auf das Scherben-Meer

und staune über Dich, mein Herr,

wie Du es schaffst, dass sich das Licht

in dem Zerbrochenen nun bricht

und sich der Himmel widerspiegelt…

„Das hast Du Dir gut ausgeklügelt!“,

denk’ ich bei mir. „Nichts bleibt für immer!“

Es wächst in mir ein Hoffnungsschimmer,

dass dieser Schluss ein Anfang wird,

was mich ermutigt, mich berührt,

sodass ich wieder Gott vertraue

und lächelnd in die Zukunft schaue!

 

 

 

Segen im Regen

 

Auch wenn’s heute wieder regnet –

bin ich reich von Gott gesegnet.

Nichts verhagelt mir die Laune,

worüber ich jetzt mächtig staune:

Für mich ist nämlich sonnenklar:

Der Regen ist nicht immer da!

Die Sonne bricht sich ihre Bahn.

Und darauf kommt es schließlich an!

 

Endlos frei

 

Du hast die Flügel mir gebrochen,

und ich fiel hin, bin nur gekrochen…

Du wolltest mich gern unterkriegen!

Und ich – ich träumte nur vom Fliegen…

Doch ich lag lange auf der Erde,

dachte oft, dass ich bald sterbe,

… bis der Eine zu mir kam,

mich zärtlich in die Arme nahm.

 

Er hat mich wieder hingestellt 

und meine Dunkelheit erhellt, 

die Wunden vorsichtig geheilt 

und mir ganz leise mitgeteilt,

dass ich nun aufrecht gehen kann.

An seinem Herzen komm‘ ich an…

So steh‘ ich nun an diesem Hügel 

und spanne endlich meine Flügel,

weil ich dir verzeih, vergebe,

sodass ich fortan mich erhebe.

 

Dich lass’ ich frei, und ich flieg’ los

und sehe: Gottes Welt ist groß!

 

Aufsehen

 

Es gibt Dinge, die bedrängen:

Krankheit, Trennung, Angst, Not, Schmerz…

Doch – bitte lasst den Kopf nicht hängen.

Für Christen geht es stets aufwärts!

 

Bei allem, was wir hier erleben,

hat sich Gott etwas gedacht.

Im Rückblick können wir zugeben:

Er hat es gut mit uns gemacht!

 

Ohne Absturz kommt kein Aufstieg.

Nur Abschied schafft das Wiedersehen.

Wer nicht verliert, schätzt kaum den Sieg.

Und erst durch Tod gibt’s Auferstehen.

 

Wir leben heute aus dem Hoffen:

Das Beste wartet auf uns noch.

Sind wir auch noch oft betroffen –

der Himmel zieht. Darum: Kopf hoch!

 

 

 

 

Lebenslänglich

 

In Gottes Hand steht meine Zeit!

Und das gibt mir Gelassenheit.

Er kennt den Anfang – und den Schluss,

wenn ich hier Abschied nehmen muss. 

Doch bis mein Ende kommt – im Leben,

habe ich noch viel zu geben:

Ich will Apfelbäume pflanzen 

und jeden Tag mit Frohsinn tanzen!

 

Mein Du

 

Was du mir bist, mein Gott und Herr,

fällt zu beschreiben gar nicht schwer:

 

Ruhe ich, bist du die Bank.

Singe ich, hast du den Klang.

Lache ich, freust du dich mit.

Gehe ich, bist du mein Schritt.

Träume ich, hältst du die Wacht.

Fliehe ich, kommst du mir nach.

Weine ich, bist du mein Trost.

Hung´re ich, hast du die Kost. 

Falle ich, stellst du mich hin.

Leide ich, gibst du noch Sinn.

Schweige ich, wirst du noch Reden.

Sterbe ich, bist du das Leben.

 

Es gibt für dich keinen Vergleich.

Dich zu kennen, macht mich reich.

Unbezahlbar

 

In meiner Hand habe ich hier

ein dünnes, kleines Stück Papier –

unerheblich, nutzlos, nichtig …

eigentlich auch gar nicht wichtig.

Doch die Bundesbank hat überlegt,

den Wert des Scheinchens festgelegt.

Fünfzig Euro – hoch geschätzt –

wurde für ihn durchgesetzt.

Nun kann ich den Geldschein halten

oder auch zusammenfalten.

Ich kann ihn sogar zerknüllen,

zusammenschlagen, anbrüllen,

kann ihn werfen, feste treten…

oder vielleicht auch anbeten.

Doch – er bleibt von uns begehrt:

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet –

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

Er besteht aus Wasser größtenteils,

aus Mineralien – ebenfalls.

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar:

„Du bist wertvoll, unbezahlbar,

weil ich dich liebe, um dich warb,

meinen Sohn auch für dich gab!“

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet,

oft genug zusammengefaltet,

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt.

Doch ganz egal, was bisher war:

Für mich bist du echt wunderbar –

Durch Jesus habe ich dich befreit.

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!

 

Beflügelt

 

Ich weiß, wie mein Engel flitzt,

mich umgibt und mich beschützt –

in jeder Nacht, an allen Tagen,

denn Gott hat es ihm aufgetragen,

weil ihm mein Leben wertvoll ist,

sodass er mich niemals vergisst!

 

 

 

 

Denken lenken

 

Ich achte drauf, was ich stets denke,

weil ich dadurch mein Leben lenke!

 

Es steht und fällt mit den Gedanken.

Ständig kann ich durch sie wanken.

Ich lerne jetzt, sie zu bezwingen.

Dann wird mein Leben wohl gelingen.

Im Kopf beginnt das gute Siegen

über Trübsinn oder Lügen.

 

Schon positives Denken reicht,

und der Tag wird merklich leicht!

 

Unterwegs 

Ohne jegliche Beschwerde

kamst du, Herr, auf die Erde.

Nichts war dir zu unbequem –

auch nicht der Stall in Bethlehem.

 

So hast du dich zu uns begeben:

In den Tod kommt nun das Leben.

Durch das Dunkel scheint das Licht.

In Trauer wächst jetzt Zuversicht!

 

Viele sollen das noch sehen:

Drum kann ich neue Wege gehen,

darf die Botschaft weitertragen …

zu den Menschen, die verzagen.

 

Der Horizont wird sich erweitern.

Und sollt‘ ich dabei stürzen, scheitern,

verlasse ich mich fest darauf:

Der Herr richtet doch stetig auf!

Sorgen erleben

 

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

und raubt dir eine Menge Kraft.

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

was dich herumtreibt, was dich schafft.

Er kann wirklich für dich sorgen,

denn er hat den Überblick.

Um dein Gestern, Heute, Morgen

kümmert er sich recht – geschickt!

Gefragt, gewagt

 

Der Schicksalsschlag – er haut dich um.

Du bist verzweifelt. Fragst: „Warum?

Wieso, mein Gott, lässt Du das zu,

obwohl ich täglich so viel tu,

um Dir Ehre, Ruhm zu bringen

und manche Riesen zu bezwingen?“

 

Die Antwort kommt nicht an das Licht,

doch du hörst Gott, wie er nun spricht:

„Mein Kind, Du bist mir treu ergeben.

Trotzdem kommt es vor – im Leben,

dass Du durch dunkle Täler gehst,

auch wenn Du das nicht verstehst.

In dieser Welt ist nichts perfekt.

Hat Dich das noch nicht erschreckt?

 

Solange Du hier atmen kannst,

erlebst Du Kummer, Schmerz und Angst.

Doch – ich bau´ eine neue Erde –

ohne jegliche Beschwerde.

Ich wische Deine Tränen fort

und bin für Dich der Zufluchtsort.

 

Wenn Du Dich an mein Herz nun schmiegst

und Dich in meiner Liebe wiegst,

kann ich Dich wieder auferbauen.

Ich stärke auch Dein Gottvertrauen!

Unverblümt

 

Seht die Blumen auf dem Felde…-

Was ist das doch für ein Gemälde!

In ihrer großen Farbenpracht

sind sie nur für Euch gemacht.

Auch schuf ich sie in vielen Arten

für die Wiese, für den Garten.

Sie können nicht weben, nicht spinnen,

produktiv auch nichts gewinnen.

Sie sind nur herrlich anzusehen

und müssen auch schon bald vergehen.

 

Blumen hab’ ich schon sehr gern,

doch Ihr seid mein Augenstern,

erwählt, gekrönt, mein größtes Glück!

Euch habe ich noch mehr im Blick.

In mir seid ihr rundum geborgen.

Darum macht Euch keine Sorgen

um Kleidung, Trinken und das Essen.

Ich werde Euch doch nie vergessen!“

All das hat Jesus uns gesagt.

Und deshalb sind wir unverzagt!

Farbe bekennen 

 

Du hast das Fristen – richtig – über.

Endlich leben wär’ dir lieber,

willst dich nun nicht mehr verstecken,

dich nach Neuem frei ausstrecken,

deine Träume traumhaft leben

und die Zweifel auch aufgeben,

deine Ängste überwinden

und die Freude wiederfinden.

 

Lass das Alte doch zurück.

Die Chance steckt nur im Augenblick,

um loszulassen, zu beginnen,

um zu wachsen, zu gewinnen.

um den Pulsschlag neu zu spüren

und dich im Glauben zu verlieren.

Komm, lass alles stehen und liegen –

nur im Gehen lernst du siegen.

 

Wenn du dir keine Grenzen setzt,

die Stärken und dein Können schätzt,

richtig groß vom Leben denkst,

den Kopf hebst … nicht mehr länger senkst,

wird diese Welt in dir erst bunt.

Du merkst: „Ich bin – im Kern – gesund!

Ich kann lachen, tanzen, fliegen

und mein Leben wieder lieben!“

 

 

Gott gibt mee(h)r

 

Du schickst mich auf das weite Meer,

wo nur herrscht – das Unbehagen,

weil ich spür‘, dass ringsumher

meine Füße kaum noch tragen.

Ich bin von Wellen hier umgeben.

Auch der Wind bläst ins Gesicht.

Ich fürchte mächtig um mein Leben,

und es sinkt die Zuversicht.

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

kann ich mich auf Dich verlassen.

Da bist auch Du, mein treuer Herr.

Ich will Deine Hand erfassen,

die mich hält und weiterbringt.

Im Glauben darf ich auf Dich sehen,

weil das Wagnis auch gelingt:

Ich kann – mit Dir – auf Wellen gehen!

 

 

In Gott verwurzelt sein 

Den Glauben will ich nicht vergraben:

Bei Gott möchte ich Wurzeln schlagen,

weil er mich hält, weil er mich nährt,

erfülltes Leben mir gewährt.

Und wenn die Stürme mächtig toben,

wächst Vertrauen doch nach oben,

wo ich mich zum Licht hinstrecke

und Gottes Wohlwollen entdecke!

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