Sch-mächtig

Und ist mein Glaube noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein: 

Du bist „die Kraft“ und „meine Stärke“,

versetzt durch mich so manche Berge!

 

Und ist das Leben noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Denn du bist selbst vom Tod erstanden –

Hoffnung wird jetzt nicht zuschanden!

 

Und ist die Liebe noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Es bleibt in Ewigkeit dein Lieben –

das hast du mir ins Herz geschrieben!

 

Und sind die Kräfte noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Fühl’ ich mich auch erbärmlich, schmächtig,

wirkt deine Kraft in mir noch mächtig!

 

Und sind die Möglichkeiten klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Mit dir kann Unmögliches gelingen –

du lässt mich über Mauern springen!

Fair-wandeln

Selbst wenn wir alle Mühsal tragen

in diesen schweren, dunklen Tagen –

lasst uns nicht den Mut verlieren

und nicht auf Dauer resignieren,

ständig streiken, schimpfen, jammern,

uns an düstere Worte klammern. 

Lasst uns doch „nach oben“ schauen

und ganz fest auf Gott vertrauen,

der unsre Herzen hier erhellt.

Denn er macht uns zum „Licht der Welt“,

damit wir für den Nächsten brennen,

für ihn leuchten, strahlen können,

öfter jetzt ein Licht anzünden,

in die Finsternis verkünden,

dass es wieder heller wird,

weil Jesus uns ganz sicher führt.

Gut durchgeführt

Du bist mein wunderbarer Hirte,

der mich bis hierher gnädig führte –

auf die saftig grüne Aue,

weil ich dich liebe, dir vertraue.

Doch auch im dunklen, tiefen Tal

– wo ich erleide manche Qual –

lässt du mich wirklich nicht im Stich.

Du bist mir nahe, tröstest mich.

Mein Leben lang gibst du Geleit,

und das gibt mir Geborgenheit!

Mein Du

Was du mir bist, mein Gott und Herr,

fällt zu beschreiben gar nicht schwer:

 

Ruhe ich, bist du die Bank.

Singe ich, hast du den Klang.

Lache ich, freust du dich mit.

Gehe ich, bist du mein Schritt.

Träume ich, hältst du die Wacht.

Fliehe ich, kommst du mir nach.

Weine ich, bist du mein Trost.

Hung´re ich, hast du die Kost. 

Falle ich, stellst du mich hin.

Leide ich, gibst du noch Sinn.

Schweige ich, wirst du noch Reden.

Sterbe ich, bist du das Leben.

 

Es gibt für dich keinen Vergleich.

Dich zu kennen, macht mich reich!

Du in mir

Du bist mein Weg, der mich bewegt.

Du bist die Burg, die mich umhegt.

Du bist der Ton, der mich gut formt.

Du bist der Mut, der mich anspornt.

Du bist mein Schild, der mich beschützt.

Du bist der Stab, der mich stets stützt…

 

Du bist das Bild, das durch mich malt.

Du bist das Licht, das durch mich strahlt.

Du bist das Lied, das durch mich singt.

Du bist mein Trost, der durch mich dringt.

Du bist das Wort, das durch mich schreibt.

Du bist die Kraft, die mich antreibt…

Anbei(i)eten

Ich bin die Wahrheit.

Du kannst mich nicht verbiegen –

doch du darfst dich selbst belügen.

 

Ich bin der Lebensweg.

Ich will dich gern begleiten –

doch du musst ihn nicht beschreiten.

 

Ich bin das Licht der Welt.

Ich kann dein Herz erhellen –

doch du darfst das Dunkel wählen.

 

Ich halte dir das Ganze hin…

Vergebung, Rettung, Ewigkeit –

biete Liebe, Halt und Sinn,

ein Leben voller Kraft, Geleit.

Du darfst freiwillig entscheiden:

Lebst du von dem Angebot

oder wirst du dich beschneiden

und wählst zum Schluss den Tod?

 

Dabei will ich noch erwähnen,

wie ich dich brauche, um dich warb.

So riesengroß ist nun mein Sehnen,

dass ich aus Liebe für dich starb!

AktiVieren

Es ist nicht zu begreifen:

Ein Virus lähmt die Welt,

will jeden hier angreifen.

Das ist die Angst, die quält.   

Wir sind jetzt völlig hilflos

und haben längst erkannt:

Das kleine Leben liegt bloß

allein in Gottes Hand. 

Indem wir uns besinnen

auf das, was wirklich zählt,

kann jeder Kraft und Trost gewinnen –

bei Gott, der wirklich hält.

Nichts ist mehr, wie es war.

Die Zeit wird alle prägen.

Ich bete, dass wir ab dem Jahr

das Miteinander pflegen!

Himmel im Herzen

Ich mach’ mich auf und komm’ zu dir,

lass’ das, was stört, nun hinter mir.

Die Sehnsucht hat damit ein Ende;

vorüber ist das wirklich Fremde.

Längst kamst du, Gott, mir entgegen –

mit deiner Liebe, mit dem Segen.

Und weil du mir ganz nahe kommst,

sogar in meiner Seele wohnst,

sehe ich und kann ich es spüren,

wie Himmel und Erde sich berühren.

Trotz Grenzen und so mancher Schmerzen

hab‘ ich nun den „Himmel im Herzen“!

Unverblümt

Seht die Blumen auf dem Felde…-

Was ist das doch für ein Gemälde!

In ihrer großen Farbenpracht

sind sie nur für Euch gemacht.

Auch schuf ich sie in vielen Arten

für die Wiese, für den Garten.

Sie können nicht weben, nicht spinnen,

produktiv auch nichts gewinnen.

Sie sind nur herrlich anzusehen

und müssen auch schon bald vergehen.

 

Blumen hab’ ich schon sehr gern,

doch Ihr seid mein Augenstern,

erwählt, gekrönt, mein größtes Glück!

Euch habe ich noch mehr im Blick.

In mir seid ihr rundum geborgen.

Darum macht Euch keine Sorgen

um Kleidung, Trinken und das Essen.

Ich werde Euch doch nie vergessen!“

All das hat Jesus uns gesagt.

Und deshalb sind wir unverzagt.

Aufsehen

Es gibt Dinge, die bedrängen:

Krankheit, Trennung, Angst, Not, Schmerz…

Doch – bitte lasst den Kopf nicht hängen.

Für Christen geht es stets aufwärts!

 

Bei allem, was wir hier erleben,

hat sich Gott etwas gedacht.

Im Rückblick können wir zugeben:

Er hat es gut mit uns gemacht!

 

Ohne Absturz kommt kein Aufstieg.

Nur Abschied schafft das Wiedersehen.

Wer nicht verliert, schätzt kaum den Sieg.

Und erst durch Tod gibt’s Auferstehen.

 

Wir leben heute aus dem Hoffen:

Das Beste wartet auf uns noch.

Sind wir auch noch oft betroffen –

der Himmel zieht. Darum: Kopf hoch!

Im Einklang sein

Wenn es im Leben nicht mehr klingt,

die Seele nur in Moll noch singt,

dein Herz jetzt aus dem Takt gerät,

dann ist es längst noch nicht zu spät,

um nun zu fühlen, was nicht stimmt,

was dir die Luft zum Singen nimmt.

Bei alledem – vergiss es nie:

Du hast die Lebensmelodie,

die in dir niemals mehr verstummt,

in deinem Innern leise summt.

So gib nicht auf, such’ doch und sieh’,

wer diese Note dir verlieh.

In ihm hörst du ganz helle, schöne,

die unverwechselbaren Töne,

durch die das Herz dann wieder tanzt

und die du früher auch schon sangst!

Kontraste

Nur wer fällt, kann sich erheben.

Wer tausend Tode stirbt, schätzt Leben.

Im Schatten lernt man’s Licht erst lieben.

Und wer Verluste kennt, kann siegen.

Drum stehe ich zu meinen Schwächen,

zu meinem Scheitern, den Gebrechen,

trag‘ mit Stolz die Schrammen, Narben,

denn Gott bringt in die Schwärze Farben.

Er ist meine Auferstehungskraft,

mein Licht, mein Halt, die Leidenschaft.

Er gibt Wunder in die Wunden,

lässt mich in dem Heil gesunden!

Sein, um zu werden

Ich möchte sein; ich will noch werden,

solange ich hier bin auf Erden –

lebe nicht, um nur zu schmeicheln,

Menschen etwas vorzuheucheln,

mich durch Werke oder Zeichen 

mit den andern zu vergleichen,

weil ich Gottes Gunst genieße,

seine Liebe jetzt erschließe.

 

Gott hat längst um mich geworben,

ist für mich am Kreuz gestorben.

In ihm bin ich echt – vollwertig.

Er ist mir nahe … gegenwärtig,

sodass er meine Schritte lenkt,

mit der Freiheit mich beschenkt,

das, was er mir gibt, zu geben 

und authentisch hier zu leben!

RouTieren

Dem Tausendfüßler fehlt ein Bein,

und mancher sagt: „Wie kann das sein?

Ein Tier mit solchem Handicap 

darf es nicht geben. Es muss weg,

entspricht auch gar nicht unsrer Norm,

ist ja kaum – wie wir – in Form!“

 

Der Tausendfüßler ist verletzt,

weil sein Dasein stört, ersetzt.

Er will doch nur in Frieden leben

und jeden Tag sein Bestes geben…

So reißt er sich ein Bein stets aus,

um das zu zeigen – Katz’ und Maus.

 

Jeder hat doch Schönheitsflecken –

ob Bremsen, Tauben, Pumas, Schnecken,

Schweine, Hunde oder Mücken…

Sie sollten doch zusammenrücken,

um einander zu ergänzen.

So entwichen große Grenzen!

Vorübergehen(d)

Im Hier hat alles seine Zeit;

auf dieser Welt ist nichts von Dauer.

Im Wechsel liegt Beständigkeit.

Denn gestern war ich voller Trauer.

 

Ich lag am Boden – tief verletzt,

verstand dieses Desaster nicht.

Ich war empört, total entsetzt,

verlor jedwede Zuversicht.

 

Auch heute bin ich noch betroffen,

doch wächst in mir ein Hoffnungsschimmer.

Ganz langsam kann ich wieder hoffen:

Der Schmerz von jetzt bleibt nicht für immer…

 

Denn morgen hab’ ich überwunden,

was mich hier quälte – insgeheim.

Im Leid hat Gott mich neu gefunden.

Mein Ende wird sein Anfang sein.

 

Unbezahlbar

In meiner Hand habe ich hier

ein dünnes, kleines Stück Papier –

unerheblich, nutzlos, nichtig …

eigentlich auch gar nicht wichtig.

Doch die Bundesbank hat überlegt,

den Wert des Scheinchens festgelegt.

Fünfzig Euro – hoch geschätzt –

wurde für ihn durchgesetzt

Nun kann ich den Geldschein halten

oder auch zusammenfalten.

Ich kann ihn sogar zerknüllen,

zusammenschlagen, anbrüllen,

kann ihn werfen, feste treten…

oder vielleicht auch anbeten.

Doch – er bleibt von uns begehrt:

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

Der Mensch – materiell betrachtet –

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

Er besteht aus Wasser größtenteils,

aus Mineralien – ebenfalls.

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar:

„Du bist wertvoll, unbezahlbar,

weil ich dich liebe, um dich warb,

meinen Sohn auch für dich gab!“

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet,

oft genug zusammengefaltet,

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt.

Doch ganz egal, was bisher war:

Für mich bist du echt wunderbar –

Durch Jesus habe ich dich befreit.

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!

(Aus-)Flug

Bist du einmal hingefallen,

bleibe nicht am Boden liegen.

Höre auf, dich festzukrallen.

Du kannst trotzdem wieder fliegen.

 

Stehe auf, suche den Hügel, 

sieh nach oben, laufe los!

Spanne endlich deine Flügel –

schwebe… Das ist grandios!

 

Denn dazu bist du berufen –

egal, was dir bisher geschah,

wie dich andere einstufen…

Ich bin auf ewig für dich da.

 

Erschrecke nicht vor einem Fall. 

Niemals lass’ ich dich allein.

Ich halt’ dich immer, überall.

Denn ich will dein Fallschirm sein.

Aus der Vogelperspektive

Weil ich heut einmal gar nichts tu’,

schau’ ich den schlauen Vöglein zu,

wie sie mir große Frede bringen –

mit ihrem Leben, ihrem Singen,

obwohl sie erstmal gar nicht wissen,

wo sie Futter suchen müssen.

Sie trauen Gott wohl unbekümmert,

weil er sich stetig um sie kümmert,

und ihnen, was sie brauchen, schenkt –

Tag für Tag gern an sie denkt.

 

Ich überlege, komm’ zum Schluss,

dass ich mich nicht so sorgen muss –

um Kleidung, Trinken und das Essen:

Mein Gott wird mich ja nicht vergessen.

Wenn er die Tiere so verpflegt –

wie wird der Mensch dann erst umhegt,

dem er ja noch mehr Würde gibt,

den er – als Ebenbild – sehr liebt!

Lebenslänglich

In Gottes Hand steht meine Zeit!

Und das gibt mir Gelassenheit.

Er kennt den Anfang – und den Schluss,

wenn ich hier Abschied nehmen muss. 

Doch bis mein Ende kommt – im Leben,

habe ich noch viel zu geben:

Ich will Apfelbäume pflanzen 

und jeden Tag mit Frohsinn tanzen!

Mee(h)r vom Leben

Wie das Meer – so ist das Leben.

Manchmal sitz‘ ich nur daneben.

Ich kann bloß den Wellen lauschen,

lass‘ mich von der Sicht berauschen.

Ich sehe zu, wie manche andern

vergnüglich an dem Strand lang wandern.

Einer will – mit seinen Füßen –

das frische, kühle Nass genießen.

 

Doch – wahres Leben fängt erst an,

wenn ich es nicht erwarten kann:

schwimmen lerne, baden gehe,

Wind und Wellen widerstehe.

Das „Festland“ nehme ich dafür 

fest entschlossen ins Visier –

und das bei Ebbe, in der Flut.

Das Wasser trägt! Und das macht Mut.

Was ein Freund schafft

Wenn du einen Menschen hast,

der dich meint, der zu dir passt,

in jeder Lage zu dir steht –

egal, wie es dir wirklich geht,

dann bist du reich. Denn das ist Glück.

Du hast vom Himmel schon ein Stück.

Verwunden

Ich verzog heut meine Miene,

denn mich stach die kleine Biene

mitten auf den Oberarm.

Ich merkte gar nicht, dass sie kam.

 

Weiß diese dumme Biene nicht,

wenn sie einen Menschen sticht,

dass ihr ein böses Unheil droht?

Nach kurzer Zeit ist sie dann tot!

 

Nun will ich diese Szene deuten:

Wie dem Tierchen geht’s uns Leuten.

Hab` ich einen nur gestochen

und ihm dann das Herz gebrochen, 

hätt` auch ich den Tod verdient.

Doch Jesus hat für mich gesühnt.

Durch sein Sterben darf ich leben.

Das ist gütig … zugegeben!

Scherben-Mehr

Ich sehe auf das Scherben-Meer

und staune über Dich, mein Herr,

wie Du es schaffst, dass sich das Licht

in dem Zerbrochenen nun bricht

und sich der Himmel widerspiegelt…

„Das hast Du Dir gut ausgeklügelt!“,

denk’ ich bei mir. „Nichts bleibt für immer!“

Es wächst in mir ein Hoffnungsschimmer,

dass dieser Schluss ein Anfang wird,

was mich ermutigt, mich berührt,

sodass ich wieder Gott vertraue

und lächelnd in die Zukunft schaue!

Ein einzigartiges Ma(h)l

Unser Retter und Befreier

lädt uns heute alle ein –

zu dieser wunderschönen Feier.

Er serviert uns Brot und Wein.

Alle dürfen schmecken, sehen,

wie er uns von Herzen liebt.

Auf der Zunge darf zergehen,

dass er jede Schuld vergibt.

 

Er lebte, um für uns zu sterben,

hat uns vom Tode auferweckt.

Wir dürfen seinen Reichtum erben,

der im Leben mit ihm steckt.

 

Wir denken an die Peitschenhiebe,

an das Blut, das große Leid.

Er fügte sich aus reiner Liebe.

Alle Wunden sind geheilt.

 

Er hat sich für uns hingegeben.

Unsere Herzen werden weit.

Wir wollen gerne für ihn leben

in dieser Zeit, in Ewigkeit!

 

So lasst uns feiern – hier im Saal –

mit Brot und Wein … das Abendmahl.

Wir dürfen alle daran denken:

Gott will sich darin selbst verschenken!

Für nichts war Jesus sich zu schade,

zeigt jetzt jedem seine Gnade.

Sein sein

Ich habe diese Welt gemacht

und vorher schon an dich gedacht.

In Liebe habe ich dich erwählt

und mir dabei auch vorgestellt:

Wo du einst wohnst. Und was du magst.

Mir war vertraut, was du je sagst.

Ich kannte längst schon deinen Namen,

bevor die Eltern dich bekamen.

Ich kreierte dein Gesicht,

Farbe, Größe und Gewicht.

Ich zählte auf dem Kopf dein Haar.

Schon damals fand ich’s wunderbar! 

 

Bei deinem Namen rief ich dich!

Und darum fürchte dich doch nicht!

Ich habe dich erlöst, befreit –

für Zeit, für alle Ewigkeit. 

 

Als du dann kamst auf diese Welt

war meine Freude groß: Das zählt!

Du bist wertvoll, unentbehrlich…

Mein Schutz gilt dir – wird es gefährlich.

Ich weiß genau, wo du heut stehst,

was dich bewegt, wohin du gehst.

Ich begleite dich – mit meinem Segen –

auf allen deinen Lebenswegen.

Und machst du auch mal einen Fehler

wird meine Liebe niemals schmäler.

Ja, alles gab ich für dich hin:

Ich geh’ mit dir durch dick und dünn!

Umgedreht

Es gibt so manchen Grund zum Fallen

und am Boden aufzuprallen –

was lahmlegt, die Bewegung raubt,

sodass der Glaube auch verstaubt. 

 

Lande ich mal auf dem Bauch,

mache ich es mir zum Brauch,

mich umzudrehen – auf den Rücken.

So kann ich in den Himmel blicken,

mich getrost geschlagen geben,

wieder aufstehen und erleben,

wie Einer mir die Hände reicht

und nicht von meiner Seite weicht,

mir neue Perspektiven gibt,

weil er bedingungslos mich liebt!

Tief bewegt

Die Hälfte meines Lebens

lebte ich vergebens.

Ich suchte Halt, Liebe und Schutz.

Doch ich fiel tief, lag nur im Schmutz. 

Ja, oft hab´ ich Beton berührt

und tiefe Wunden dann gespürt.

Ich glaubte nicht, ich sei zu retten.

Dann kamst du, sprengtest die Ketten.

 

Nun steh´ ich hier und bin befreit.

Mein Herz ist voller Dankbarkeit.

Du halfst mir hoch, stelltest mich hin,

gabst meinem Leben neuen Sinn.

Ich lebe heute nur noch für dich,

werfe das Alte hinter mich

und gehe aufrecht meinen Pfad –

mit Wert und Kraft … als Unikat!

Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Auf halber Strecke aufzugeben,

das ist gar nicht mein Bestreben:

Nach dem „Bergab“ gibt’s das „Bergauf“.

So ist in dieser Welt der Lauf.

 

Doch manchmal sitz’ ich kurzerhand

ganz abgekämpft am Wegesrand:

Ich schau’ nach vorn und stöhne nur:

„Es ist noch eine schwere Tour,

bis ich am großen Ziel ankomme…

Ich sehe es nur recht verschwommen!“

Doch irgendwann fällt auch der Blick

auf meinen Lebensweg zurück.

„Ich hab’ ja  schon so viel geschafft…“

Und diese Sicht gibt neue Kraft.

So kann ich hoffnungsvoll aufstehen,

auf meinem Pfad auch weitergehen.

Vielleicht bleib’ ich ja länger fit –

marschiere ich stets Schritt für Schritt

mit – hin und wieder – einer Pause;

es wartet auf mich: das Zuhause!

End-Spannung

Du bist da, wenn man dich braucht –

spürst, was andere Menschen schlaucht.

Du packst mit an, hörst ihnen zu.

Die Frage bleibt: „Wo bleibst denn du?“

 

Fühlst du dich müde und gestresst,

wird es Zeit, dass du loslässt,

einen Gang herunterfährst 

und auf die innere Stimme hörst,

die dir flüstert, was dir fehlt,

was dein Herz sucht, was dich beseelt.

 

Wie oft vergessen wir so leicht:

Der Nächste wird meist nur erreicht,

wenn wir Prioritäten setzen,

in Gott auch mal uns selber schätzen!

Zurück zu den Wurzeln

Lange war ich heut im Wald,

sah mehr als einen Baum.

Doch einer war besonders alt.

Erst schätzte ich ihn kaum.

 

Die Wurzeln wachsen tief und fest

seit Jahren in den Boden ein. 

Doch streckt sich der gesamte Rest

weit, hoch bis in den Sonnenschein.

 

Sein Standpunkt ist damit ganz klar.

Der Baum kann zu sich stehen.

Doch ist er keineswegs nur starr,

kann Stürme überstehen.

 

Er atmet für uns Gifte ein,

hilft Schlechtes umzuwandeln.

Der Baum will Lebensspender sein.

Ich dank ihm für sein Handeln.

 

Nach jedem Winter treibt er neu – 

das ist nunmehr sein Ziel.

Trotz Kälte bleibt er uns so treu.

Der Baum steht für so viel!

Ausstrahlung

Lebst du mit mir vertraut, versöhnt,

bist du mit Herrlichkeit gekrönt,

bist heilig und mein Ebenbild,

mit Liebe, Kraft und Geist erfüllt,

Licht der Welt und auch das Salz,

Gottes Tempel ebenfalls.

Du bist die Magd oder der Knecht,

bist reingewaschen und gerecht.

Du bist eine neue Kreatur –

ob mit, ob ohne Abitur.

Ist dir klar – als Freund des Herrn –

hab´ ich deine Nähe gern?

Du bist ein Bürger meiner Welt,

von Anfang an durch mich erwählt!

So halte dich nicht mehr für klein!

Du wirst verehrt, du bist mein,

auch ein Glied an meinem Leib –

in dieser Zeit, in Ewigkeit.

Drum sieh dich doch mit meinen Augen.

Nichts kann dir den Wert mehr rauben.

Steh´ gerade, steh´ zu dir

und dann komm´ und helfe mir,

auf dieser Welt mein Reich zu bauen,

damit noch viele mir vertrauen!

Denken lenken

Ich achte drauf, was ich stets denke,

weil ich dadurch mein Leben lenke!

Es steht und fällt mit den Gedanken.

Ständig kann ich durch sie wanken.

Ich lerne jetzt, sie zu bezwingen.

Dann wird mein Leben wohl gelingen.

Im Kopf beginnt das gute Siegen

über Trübsinn oder Lügen.

Schon positives Denken reicht,

und der Tag wird merklich leicht!

Wunder-Voll

Du bist eine Kostbarkeit –

seit jeher und für allezeit…

ob du dich auch dagegen wehrst

oder dich noch selbst entehrst,

ob du alt bist oder jung –

mit ganz viel oder wenig Schwung,

ob du in Dur singst oder Moll –

für Gott bist du stets wundervoll! 

Gehalten

Du ruderst nur mit kleiner Kraft –

und doch mit großer Leidenschaft.

Dennoch bleibt die Angst – vielleicht,

dass sie am Ende kaum noch reicht,

und dass dein Boot wohl untergeht,

dein gutes Werk vom Wind verweht! 

Doch sieh auf mich, mein liebes Kind,

ich geb´ dir – mächtig – Rückenwind

im großen Sturm, der in dir tobt.

Vertraue mir: Ich hab’s erprobt.

Dein Boot halt´ ich in meinen Händen.

Mit mir wirst du das Werk vollenden!

Unerschöpflich

Eine kleine, hübsche Pflanze

blüht und strahlt im vollen Glanze.

Sie zeigt uns ihre Position

in den Rissen von Beton.

„Bewundernswert…“, so denk´ ich mir,

„… an diesem Standort – solche Zier!

Wie hat sie das denn nur geschafft?

Und – woher kamen Mut und Kraft?“

 

Der Same war für sie gelegt.

Gott selbst hat sie gehegt, gepflegt,

hat Wachstum ihr gegeben.

Er wollte – unbedingt – ihr Leben,

um uns Menschen Mut zu machen.

Sie ist ein Sinnbild für sein Wachen,

wenn wir ermatten, nichts erreichen:

In Wüsten schenkt er Hoffnungszeichen!

Gott gibt mee(h)r

Du schickst mich auf das weite Meer,

wo nur herrscht – das Unbehagen,

weil ich spür‘, dass ringsumher

meine Füße kaum noch tragen.

Ich bin von Wellen hier umgeben.

Auch der Wind bläst ins Gesicht.

Ich fürchte mächtig um mein Leben,

und es sinkt die Zuversicht.

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

kann ich mich auf dich verlassen.

Da bist auch du, mein treuer Herr.

Ich will deine Hand erfassen,

die mich hält und weiterbringt.

Im Glauben darf ich auf dich sehen,

weil das Wagnis auch gelingt:

Ich kann – mit dir – auf Wellen gehen!

Gescheiter(t)

Du siehst nur auf dein Versagen,

das Scheitern und die Niederlagen,

auf die Schrammen und die Brüche,

auf das in dir Erbärmliche.

Doch ich seh’ mehr in dir, mein Kind,

weil in dir meine Schätze sind

und weil ich selber in dir lebe,

die Ewigkeit ins Herz dir gebe,

der Tempel deines Leibes bin.

Dein heiler Kern – von Anbeginn –

wird nicht zerstört, geht nicht kaputt.

Mein Gütesiegel gilt: „Sehr gut“!

Du hast Würde, Wert und Kraft,

Erlösung, Freiheit, Leidenschaft.

Nichts und niemand kann das nehmen.

Das, was war, muss dich nicht lähmen.

So hör‘ in dich und sieh auf mich.

Die Dunkelheit wird wieder licht,

wenn du hinfort ganz anders denkst

und dich nicht länger selbst beschränkst.

Grabe diesen Schatz neu aus

und dann geh‘ hin und mach‘ was draus!

Gefragt, gewagt

Der Schicksalsschlag – er haut mich um.

Ich bin verzweifelt. Frag‘: „Warum?

Wieso, mein Gott, lässt du das zu,

obwohl ich täglich so viel tu,

um dir Ehre, Ruhm zu bringen

und manche Riesen zu bezwingen?“

 

Die Antwort kommt nicht an das Licht,

doch ich hör‘ Gott, wie er nun spricht:

„Mein Kind, du bist mir treu ergeben.

Trotzdem kommt es vor – im Leben,

dass du durch dunkle Täler gehst,

auch wenn du das nicht verstehst.

 

In dieser Welt ist nichts perfekt.

Hat dich das noch nicht erschreckt?

Solange du hier atmen kannst,

erlebst du Kummer, Schmerz und Angst.

Doch – ich bau´ eine neue Erde –

ohne jegliche Beschwerde.

 

Ich wische deine Tränen fort

und bin für dich der Zufluchtsort.

Wenn du dich an mein Herz nun schmiegst

und dich in meiner Liebe wiegst,

kann ich Dich wieder auferbauen.

Ich stärke auch Dein Gottvertrauen.“

Sorgen erleben

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

und raubt dir eine Menge Kraft.

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

was dich herumtreibt, was dich schafft.

Er kann wirklich für dich sorgen,

denn er hat den Überblick.

Um dein Gestern, Heute, Morgen

kümmert er sich recht – geschickt!

Auf Wiedersehen

Unsere Herzen sind zerrissen,

und die Trauer riesengroß,

weil wir euch so sehr vermissen.

Denn ihr ruht in Gottes Schoß.

Ach, was würden wir drum geben,

die Uhr nochmal zurückzudreh´n,

einen Tag mit euch zu leben,

einen Weg gemeinsam geh´n.

 

Doch – es ist uns zugesagt:

Es gibt für uns ein Wiedersehen –

in Gottes Welt … ganz unverzagt,

werden wir den Plan verstehen

und euch in die Arme schließen,

endlich herzen, glücklich sein.

Keine Träne wird mehr fließen.

Darauf dürfen wir uns freu´n!

An-dich-denken

Mein Schatz, du bist mir immer nah,

obwohl ich dich noch niemals sah

und du zu früh gegangen bist.

Im Herzen wirst du sehr vermisst.

 

Und dennoch tröstet es mich heut,

dass es dir gut geht – nach dem Leid.

Du lebst in einer bessren Welt,

in der es dir bestimmt gefällt.

Du rennst und lachst – mit Gottes Segen –

jetzt ganz gewiss im Garten Eden.

Das ist mein Tost an diesem Tag –

an jedem, der noch kommen mag…

 

Zu trauern ist heut angemessen:

Ich werde dich niemals vergessen…

Du bist und bleibst in meinem Herzen:

Ich zeig‘ dir das mal durch die Kerzen!

 

 

 

 

Im Gedenken an dich, meine „E.ngeline“.

(Heute hätten wir bestimmt im großen Rahmen Deinen 38. Geburtstag gefeiert…)

Schreibe einen Kommentar