Gedichte 

Alltagsheld

Alltagsheld

Weißt du, was? Ich bin begeistert! 

Du hast schon so viel erreicht, 

hast dein Leben gut gemeistert.

Dabei war es niemals leicht!

Du hast Menschen Mut gegeben,

Hoffnungszeichen auch gesetzt.

Und du wirst in deinem Leben 

von so vielen sehr geschätzt. 

 

Dabei lagst du tief am Boden, 

hast den Abgrund oft geschaut. 

Doch du hast dich dann erhoben,  

auch wenn dir vor Schwerem graut.

Schmerzhaft spürst du deine Wunden, 

siehst im Aufstehen eine Chance, 

hast dich darin neu erfunden. 

Und nun lebst du die Balance.

 

Du hast dich von dem entfernt, 

was dir schadet, dich beschwert, 

hast zu lieben dich gelernt,

zeigst den Menschen ihren Wert. 

Du hast Großes dir bewahrt…

Das spürt jetzt deine kleine Welt –

durch eine einfühlsame Art.

Ich danke dir, du Alltagsheld!

Das Perlen-Wunder im Leben

Das Perlen-Wunder im Leben

Ich hörte von der Muschel,

in die ein Sandkorn drang.

Sodann folgte Genuschel:

„Das ist mein Untergang!

Ich will das Ding nicht haben…

Es tut nur weh; es stört!“

So fing sie an zu klagen;

danach war sie empört.

 

Es dauerte sehr lange –

die Muschel fügte sich.

Ihr war zwar angst und bange,

weil dieses Korn nicht wich!

Sie hat es angenommen.

Der kleine Querulant

verwandelt sich vollkommen

zur Perle – ganz brillant.

 

So will ich mich nicht wehren,

nehm’ an, was nun geschieht.

Ich möchte mich bewähren,

umarm’ den Störenfried. 

Die Not in diesem Leben, 

die mich heut niederdrückt,

die wächst heran zum Segen,

zu Schönheit und zu Glück.

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Sch-Mächtig

Sch-mächtig

Und ist mein Glaube noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein: 

Du bist „die Kraft“ und „meine Stärke“,

versetzt durch mich so manche Berge!

 

Und ist das Leben noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Denn du bist selbst vom Tod erstanden –

Hoffnung wird jetzt nicht zuschanden!

 

Und ist die Liebe noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Es bleibt in Ewigkeit dein Lieben –

das hast du mir ins Herz geschrieben!

 

Und sind die Kräfte noch so klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Fühl’ ich mich auch erbärmlich, schmächtig,

wirkt deine Kraft in mir noch mächtig!

 

Und sind die Möglichkeiten klein,

lässt du dich trotzdem auf mich ein:

Mit dir kann Unmögliches gelingen –

du lässt mich über Mauern springen!

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Versprechen

Versprechen

Wie oft hab‘ ich von euch gehört:

„Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“

Dadurch habt ihr mich sehr geprägt 

und mich ganz langsam lahmgelegt.

Mir ist seitdem nichts mehr gelungen. 

Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen.

 

Was ich bis heute nicht kapier’:

Dass ich mich selber so verlier’, 

wenn Menschen solche Sätze sagen 

und über mich ein Urteil wagen, 

obwohl sie mich nicht richtig kennen 

und gar nicht alles wissen können?

 

Was höre ich in diesen Stimmen?

Ich kann ja schließlich selbst bestimmen, 

wenn zu mir ein Mensch so spricht, 

ob ich ihm glaube oder nicht; 

ich kann Motive hinterfragen 

und mir selbst die Wahrheit sagen!

 

Es gibt doch Gott, der zu mir hält 

und der sich immer vor mich stellt.

Sein Wort hat mir das Heil gebracht.

Er sagt: „Du bist sehr gut gemacht!“

Ich glaube ihm und bleib’ mir treu;

das macht mich wirklich stark und frei! 

Me(e)hr vom Leben

Mee(h)r vom Leben / Wortspiele

Wie das Meer – so ist das Leben.

Manchmal sitz‘ ich nur daneben.

Ich kann bloß den Wellen lauschen,

lass‘ mich von der Sicht berauschen.

Ich sehe zu, wie manche andern

vergnüglich an dem Strand lang wandern.

Einer will – mit seinen Füßen –

das frische, kühle Nass genießen.

 

Doch – wahres Leben fängt erst an,

wenn ich es nicht erwarten kann:

schwimmen lerne, baden gehe,

Wind und Wellen widerstehe.

Das „Festland“ nehme ich dafür 

fest entschlossen ins Visier –

und das bei Ebbe, in der Flut.

Das Wasser trägt! Und das macht Mut.

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Unbezahlbar

christliche Gedichte über das Leben

In meiner Hand habe ich hier

ein dünnes, kleines Stück Papier –

unerheblich, nutzlos, nichtig …

eigentlich auch gar nicht wichtig.

Doch die Bundesbank hat überlegt,

den Wert des Scheinchens festgelegt.

Fünfzig Euro – hoch geschätzt –

wurde für ihn durchgesetzt

Nun kann ich den Geldschein halten

oder auch zusammenfalten.

Ich kann ihn sogar zerknüllen,

zusammenschlagen, anbrüllen,

kann ihn werfen, feste treten…

oder vielleicht auch anbeten.

Doch – er bleibt von uns begehrt:

Denn er behält ja seinen Wert! 

 

 

 

Der Mensch – materiell betrachtet –

ist nicht wert, dass man ihn achtet.

Er besteht aus Wasser größtenteils,

aus Mineralien – ebenfalls.

Doch – der Schöpfer sagt ganz klar:

„Du bist wertvoll, unbezahlbar,

weil ich dich liebe, um dich warb,

meinen Sohn auch für dich gab!“

Mag sein, man hat dich ausgeschaltet,

oft genug zusammengefaltet,

fühlst dich missachtet und zerknüllt, 

vielleicht nicht richtig ausgefüllt.

Doch ganz egal, was bisher war:

Für mich bist du echt wunderbar –

Durch Jesus habe ich dich befreit.

Dein Wert steht fest – für alle Zeit!

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Aufsehen

Aufsehen

Es gibt Dinge, die bedrängen:

Krankheit, Trennung, Angst, Not, Schmerz…

Doch – bitte lasst den Kopf nicht hängen.

Für Christen geht es stets aufwärts!

 

Bei allem, was wir hier erleben,

hat sich Gott etwas gedacht.

Im Rückblick können wir zugeben:

Er hat es gut mit uns gemacht!

 

Ohne Absturz kommt kein Aufstieg.

Nur Abschied schafft das Wiedersehen.

Wer nicht verliert, schätzt kaum den Sieg.

Und erst durch Tod gibt’s Auferstehen.

 

Wir leben heute aus dem Hoffen:

Das Beste wartet auf uns noch.

Sind wir auch noch oft betroffen –

der Himmel zieht. Darum: Kopf hoch!

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Du in mir

Du in mir

Du bist mein Weg, der mich bewegt.

Du bist die Burg, die mich umhegt.

Du bist der Ton, der mich gut formt.

Du bist der Mut, der mich anspornt.

Du bist mein Schild, der mich beschützt.

Du bist der Stab, der mich stets stützt…

 

Du bist das Bild, das durch mich malt.

Du bist das Licht, das durch mich strahlt.

Du bist das Lied, das durch mich singt.

Du bist mein Trost, der durch mich dringt.

Du bist das Wort, das durch mich schreibt.

Du bist die Kraft, die mich antreibt…

 

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Kontraste

christliche Gedichte über das Leben

Nur wer fällt, kann sich erheben.

Wer tausend Tode stirbt, schätzt Leben.

Im Schatten lernt man’s Licht erst lieben.

Und wer Verluste kennt, kann siegen.

Drum stehe ich zu meinen Schwächen,

zu meinem Scheitern, den Gebrechen,

trag‘ mit Stolz die Schrammen, Narben,

denn Gott bringt in die Schwärze Farben.

Er ist meine Auferstehungskraft,

mein Licht, mein Halt, die Leidenschaft.

Er gibt Wunder in die Wunden,

lässt mich in dem Heil gesunden!

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Ich bin mit dir

Ich bin mit dir christliche Gedichte über das Leben

Ich bin mit dir, …halte mein Wort,

gehe von dir nie wieder fort.

Ich gebe dir Zuflucht, gebe dir Licht,

Auf ewig bin ich die Zuversicht.

 

Ich bin mit dir, …halte dich fest,

auch wenn ein Mensch dich fallen lässt.

Ich fange dich auf, trage dich weit

bis hin zu mir – durch Raum und Zeit.

 

Ich bin mit dir, …halte zu dir,

hast du auch Feinde wegen mir.

Sei unbesorgt. Ich schütze dich,

habe dich stets vor Angesicht.

 

Ich bin mit dir, …halte die Wacht,

bist du müde, fühlst du dich schwach.

Ich helfe dir, gebe dir Kraft,

die neues Leben in dir schafft.

 

Ich bin mit dir, …halte dich aus,

willst du auch einmal hoch hinaus.

Ich hole dich ein, reich’ dir die Hand,

führe dich in das himmlische Land.

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Gehalten

Gehalten

Du ruderst nur mit kleiner Kraft –

und doch mit großer Leidenschaft.

Dennoch bleibt die Angst – vielleicht,

dass sie am Ende kaum noch reicht,

und dass dein Boot wohl untergeht,

dein gutes Werk vom Wind verweht! 

Doch sieh auf mich, mein liebes Kind,

ich geb´ dir – mächtig – Rückenwind

im großen Sturm, der in dir tobt.

Vertraue mir: Ich hab’s erprobt.

Dein Boot halt´ ich in meinen Händen.

Mit mir wirst du das Werk vollenden!

Sein sein

christliche Gedichte über das Leben

Ich habe diese Welt gemacht

und vorher schon an dich gedacht.

In Liebe habe ich dich erwählt

und mir dabei auch vorgestellt:

Wo du einst wohnst. Und was du magst.

Mir war vertraut, was du je sagst.

Ich kannte längst schon deinen Namen,

bevor die Eltern dich bekamen.

Ich kreierte dein Gesicht,

Farbe, Größe und Gewicht.

Ich zählte auf dem Kopf dein Haar.

Schon damals fand ich’s wunderbar! 

 

Bei deinem Namen rief ich dich!

Und darum fürchte dich doch nicht!

Ich habe dich erlöst, befreit –

für Zeit, für alle Ewigkeit. 

 

Als du dann kamst auf diese Welt

war meine Freude groß: Das zählt!

Du bist wertvoll, unentbehrlich…

Mein Schutz gilt dir – wird es gefährlich.

Ich weiß genau, wo du heut stehst,

was dich bewegt, wohin du gehst.

Ich begleite dich – mit meinem Segen –

auf allen deinen Lebenswegen.

Und machst du auch mal einen Fehler

wird meine Liebe niemals schmäler.

Ja, alles gab ich für dich hin:

Ich geh’ mit dir durch dick und dünn!

Der Eine, der mein Alles ist

Der Eine, der mein Alles ist

Du bist „die Tür“, durch die ich schreite.

Du bist „das Licht“, das mich dann leitet.

Du bist „der Weg“, auf dem ich gehe.

Du bist „der Fels“, auf dem ich stehe.

 

Du bist „der Anfang“, der nie endet.

Du bist „der Ruf“, der mich aussendet.

Du bist „der Trost“, der Hoffnung gibt.

Du bist „die Liebe“, die mich liebt.

 

Du bist „das Brot“, das mich ernährt.

Du bist „die Kraft“, die mich bestärkt.

Du bist „mein Leben“ in dem Tod.

Du bist „mein Alles“, treuer Gott!

Wundervoll

Wunder-voll

Du bist eine Kostbarkeit –

seit jeher und für allezeit…

ob du dich auch dagegen wehrst

oder dich noch selbst entehrst,

ob du alt bist oder jung –

mit ganz viel oder wenig Schwung,

ob du in Dur singst oder Moll –

für Gott bist du stets wundervoll! 

Über-Wunden

Über-Wunden

Es fällt mir schwer, mich abzufinden

und das, was war, zu überwinden.

Noch immer bin ich tief entsetzt.

Du hast mich viel zu sehr verletzt. 

Die ganze Ungerechtigkeit 

wirkt sich nun aus im Lauf der Zeit.

 

Doch bringt er nichts: Mein Zorn auf dich.

Am Ende fesselt er nur mich.

Ich lass‘ dich los, will dir verzeih’n,

um endlich wieder frei zu sein.

Das ist der rechte Weg zum Leben:

Dem Schicksal bin ich nicht ergeben.

 

Ich stehe doch auf beiden Beinen,

muss meine Not nicht mehr beweinen.

Von nun an wende ich den Blick;

ich seh’ nach vorn und nicht zurück.

Ich habe meine Chance erkannt 

und nehm’  mein Leben in die Hand. 

 

Nicht du und auch nicht diese Sorgen

bestimmen heut das Glück von morgen. 

Ich werde vor dir nicht mehr kriechen,

kann Hoffnungsduft inzwischen riechen,

weil ich mich nicht als Opfer seh’ 

und aufrecht, wieder zu mir steh’.

Mein Du

christliche Gedichte über das Leben

Was du mir bist, mein Gott und Herr,

fällt zu beschreiben gar nicht schwer:

 

Ruhe ich, bist du die Bank.

Singe ich, hast du den Klang.

Lache ich, freust du dich mit.

Gehe ich, bist du mein Schritt.

Träume ich, hältst du die Wacht.

Fliehe ich, kommst du mir nach.

Weine ich, bist du mein Trost.

Hung´re ich, hast du die Kost. 

Falle ich, stellst du mich hin.

Leide ich, gibst du noch Sinn.

Schweige ich, wirst du noch reden.

Sterbe ich, bist du das Leben.

 

Es gibt für dich keinen Vergleich.

Dich zu kennen, macht mich reich!

Bedenken - Bedanken

christliche Gedichte über das Leben

Suche ich das große Glück –

wende ich ganz schnell den Blick

von dem, was fehlt, was ich nicht hab’:

Ich seh’ auf das, was Gott mir gab

und was er mir heut zugedacht,

weil mich das reich und dankbar macht!

Was wir widerspiegeln

christliche Gedichte über das Leben

Schaust du manchmal in den Spiegel

und hast du schon einmal gedacht:

„Das ist ein echtes Gütesiegel –  

ich bin wunderbar gemacht!?“

 

Nicht die Narben oder Schwächen,

das Versagen, die Gebrechen,

deine Makel oder Narben,

nicht des Herzens dunkle Farben

können dir die Schönheit rauben.

Gott sieht dich mit seinen Augen:

Du bist sein Ebenbild, ein Sieger.

Du spiegelst vieles von ihm wider!

 

Du bist nicht zu viel, zu wenig –

das hab‘ ich mir nicht ausgedacht.

Gott ist dein Vater und dein König.

Er hat dich makellos gemacht!

 

Von Wegen...

Wortspiele

Ich will dir danken für den Sinn,

den du, Herr, meinem Leben gibst,

auch wenn ich nicht imstande bin,

stets zu verstehen, wie du mich liebst.

 

Nicht selten sitze ich im Tal.

„Was soll ich hier?“, frag’ ich ganz schon.

„Ich bin so müde, leide Qual.

Sitzt du denn wirklich auf dem Thron?“

 

Im Nachhinein wird mir bewusst,

der Weg hat mir doch gut getan.

Du weißt genau, was du da tust,

verwirklichst deinen großen Plan.

 

Mein Ende, Herr, ist dein Beginn

und meiner Schwachheit – deine Kraft.

Aus Fehlern ziehe ich Gewinn,

weil deine Liebe Hoffnung schafft.

 

Wie bin ich doch in dir bewahrt.

Du führst mich sicher an der Hand.

Ich kenne nur die Gegenwart;

dir ist die Ewigkeit bekannt.

Versprechen

Versprechen

Wie oft hab‘ ich von euch gehört:

„Es reicht nicht aus; du bist nichts wert!“

Dadurch habt ihr mich sehr geprägt 

und mich ganz langsam lahmgelegt.

Mir ist seitdem nichts mehr gelungen. 

Ich hab’ mit Zweifeln nur gerungen.

 

Was ich bis heute nicht kapier’:

Dass ich mich selber so verlier’, 

wenn Menschen solche Sätze sagen 

und über mich ein Urteil wagen, 

obwohl sie mich nicht richtig kennen 

und gar nicht alles wissen können?

 

Was höre ich in diesen Stimmen?

Ich kann ja schließlich selbst bestimmen, 

wenn zu mir ein Mensch so spricht, 

ob ich ihm glaube oder nicht; 

ich kann Motive hinterfragen 

und mir selbst die Wahrheit sagen!

 

Es gibt doch Gott, der zu mir hält 

und der sich immer vor mich stellt.

Sein Wort hat mir das Heil gebracht.

Er sagt: „Du bist sehr gut gemacht!“

Ich glaube ihm und bleib’ mir treu;

das macht mich wirklich stark und frei! 

Fair-wandeln

Fair-wandeln

Selbst wenn wir alle Mühsal tragen

in diesen schweren, dunklen Tagen –

lasst uns nicht den Mut verlieren

und nicht auf Dauer resignieren,

ständig streiken, schimpfen, jammern,

uns an düstere Worte klammern. 

Lasst uns doch „nach oben“ schauen

und ganz fest auf Gott vertrauen,

der unsre Herzen hier erhellt.

Denn er macht uns zum „Licht der Welt“,

damit wir für den Nächsten brennen,

für ihn leuchten, strahlen können,

öfter jetzt ein Licht anzünden,

in die Finsternis verkünden,

dass es wieder heller wird,

weil Jesus uns ganz sicher führt.

Himmel im Herzen

Himmel im Herzen / Jana Schumacher

Ich mach’ mich auf und komm’ zu dir,

lass’ das, was stört, nun hinter mir.

Die Sehnsucht hat damit ein Ende;

vorüber ist das wirklich Fremde.

Längst kamst du, Gott, mir entgegen –

mit deiner Liebe, mit dem Segen.

Und weil du mir ganz nahe kommst,

sogar in meiner Seele wohnst,

sehe ich und kann ich es spüren,

wie Himmel und Erde sich berühren.

Trotz Grenzen und so mancher Schmerzen

hab‘ ich nun den „Himmel im Herzen“!

Gut durchgeführt

Gut durchgeführt

Du bist mein wunderbarer Hirte,

der mich bis hierher gnädig führte –

auf die saftig grüne Aue,

weil ich dich liebe, dir vertraue.

Doch auch im dunklen, tiefen Tal

– wo ich erleide manche Qual –

lässt du mich wirklich nicht im Stich.

Du bist mir nahe, tröstest mich.

Mein Leben lang gibst du Geleit,

und das gibt mir Geborgenheit!

Gottes Zu-Ruf der Liebe

christliche Gedichte über das Leben

Bevor ich diese Erde schuf,

erging an dich mein leiser Ruf.

Ich liebe dich – von Anfang an -,

und das … dein ganzes Leben lang.

Nun hoffe ich, dass du mich hörst,

mir deine Liebe nicht verwehrst.

Ich möchte dir die Fülle geben 

und eng mit dir zusammenleben…

Ich lade dich von Herzen ein,

mein Freund, mein Kind, das Licht zu sein!

Was ein Freund schafft

christliche Gedichte über das Leben

Wenn du einen Menschen hast,

der dich meint, der zu dir passt,

in jeder Lage zu dir steht –

egal, wie es dir wirklich geht,

dann bist du reich. Denn das ist Glück.

Du hast vom Himmel schon ein Stück.

Anb(i)eten

christliche Gedichte über das Leben Wortspiele

 bin die Wahrheit.

Du kannst mich nicht verbiegen –

doch du darfst dich selbst belügen.

 

Ich bin der Lebensweg.

Ich will dich gern begleiten –

doch du musst ihn nicht beschreiten.

 

Ich bin das Licht der Welt.

Ich kann dein Herz erhellen –

doch du darfst das Dunkel wählen.

 

Ich halte dir das Ganze hin…

Vergebung, Rettung, Ewigkeit –

biete Liebe, Halt und Sinn,

ein Leben voller Kraft, Geleit.

Du darfst freiwillig entscheiden:

Lebst du von dem Angebot

oder wirst du dich beschneiden

und wählst zum Schluss den Tod?

 

Dabei will ich noch erwähnen,

wie ich dich brauche, um dich warb.

So riesengroß ist nun mein Sehnen,

dass ich aus Liebe für dich starb!

AktiVieren

AktiVieren

Es ist nicht zu begreifen:

Ein Virus lähmt die Welt,

will jeden hier angreifen.

Das ist die Angst, die quält.   

Wir sind jetzt völlig hilflos

und haben längst erkannt:

Das kleine Leben liegt bloß

allein in Gottes Hand. 

Indem wir uns besinnen

auf das, was wirklich zählt,

kann jeder Kraft und Trost gewinnen –

bei Gott, der wirklich hält.

Nichts ist mehr, wie es war.

Die Zeit wird alle prägen.

Ich bete, dass wir ab dem Jahr

das Miteinander pflegen!

Die Fühler ausstrecken

Die Fühler ausstrecken

Die kleine Schnecke hält nicht Schritt,

kommt kaum mit unsrem Tempo mit.

Nur langsam kriecht sie hier voran –

erreicht das Ziel doch irgendwann…

 

Von Wert ist, niemals zu vergessen:

Ich muss mich nicht an andern messen!

 

Unverblümt

christliche Gedichte über das Leben

Seht die Blumen auf dem Felde…-

Was ist das doch für ein Gemälde!

In ihrer großen Farbenpracht

sind sie nur für Euch gemacht.

Auch schuf ich sie in vielen Arten

für die Wiese, für den Garten.

Sie können nicht weben, nicht spinnen,

produktiv auch nichts gewinnen.

Sie sind nur herrlich anzusehen

und müssen auch schon bald vergehen.

 

Blumen hab’ ich schon sehr gern,

doch Ihr seid mein Augenstern,

erwählt, gekrönt, mein größtes Glück!

Euch habe ich noch mehr im Blick.

In mir seid ihr rundum geborgen.

Darum macht Euch keine Sorgen

um Kleidung, Trinken und das Essen.

Ich werde Euch doch nie vergessen!“

All das hat Jesus uns gesagt.

Und deshalb sind wir unverzagt.

Erhellend

Erhellend

Auf richtig schwarzem Hintergrund

erstrahlt ein Diamant erst bunt.

Würde er auf Hellem liegen,

kann die Leuchtkraft gar nicht siegen…

 

So ist es auch mit Traurigkeiten,

mit manchen Widerwärtigkeiten.

Denn erst in meinem Dunkel

wächst Gottes Kraft zum Funkeln.

 

So leg’ ich ihm die Schwachheit dar,

denn sie macht erst so richtig klar,

dass Gott in meiner Ohnmacht wirkt

und sich im Leid noch Gutes birgt!

Im Einklang sein

Im Einklang sein

Wenn es im Leben nicht mehr klingt,

die Seele nur in Moll noch singt,

dein Herz jetzt aus dem Takt gerät,

dann ist es längst noch nicht zu spät,

um nun zu fühlen, was nicht stimmt,

was dir die Luft zum Singen nimmt.

Bei alledem – vergiss es nie:

Du hast die Lebensmelodie,

die in dir niemals mehr verstummt,

in deinem Innern leise summt.

So gib nicht auf, such’ doch und sieh’,

wer diese Note dir verlieh.

In ihm hörst du ganz helle, schöne,

die unverwechselbaren Töne,

durch die das Herz dann wieder tanzt

und die du früher auch schon sangst!

Auf-Leben

Auf-Leben

Ich glaube, ich muss heut bekennen:

Könnte ich mein Sterbedatum kennen,

dann würde ich bewusster leben

und das, was sinnlos ist, aufgeben…

nicht im Gestern hängen bleiben,

Gedanken nicht ins Morgen treiben.

Ich will das Heute recht genießen,

das Augenblickliche erschließen.

 

Ich würde schneller überlegen,

was ist wichtig, was bringt Segen,

würde meinen Lieben dienen,

hätte Gemeinschaft viel mit ihnen.

würde es – mit schönen Sachen –

mir richtig oft gemütlich machen,

Werte schaffen, ernsthaft lieben,

auf die lange Bank nichts schieben.

 

Dann resümierte ich verdutzt:

So manche Chance ist ungenutzt! 

Muss ich mein Sterbedatum kennen,

um das alles erst zu können?

Der Rest des Lebens beginnt doch nun!

Ich kann dies alles heut schon tun!

Sein, um zu werden

Sein, um zu werden

Ich möchte sein; ich will noch werden,

solange ich hier bin auf Erden –

lebe nicht, um nur zu schmeicheln,

Menschen etwas vorzuheucheln,

mich durch Werke oder Zeichen 

mit den andern zu vergleichen,

weil ich Gottes Gunst genieße,

seine Liebe jetzt erschließe.

 

Gott hat längst um mich geworben,

ist für mich am Kreuz gestorben.

In ihm bin ich echt – vollwertig.

Er ist mir nahe … gegenwärtig,

sodass er meine Schritte lenkt,

mit der Freiheit mich beschenkt,

das, was er mir gibt, zu geben 

und authentisch hier zu leben!

RoTieren

RoTieren

Dem Tausendfüßler fehlt ein Bein,

und mancher sagt: „Wie kann das sein?

Ein Tier mit solchem Handicap 

darf es nicht geben. Es muss weg,

entspricht auch gar nicht unsrer Norm,

ist ja kaum – wie wir – in Form!“

 

Der Tausendfüßler ist verletzt,

weil sein Dasein stört, entsetzt.

Er will doch nur in Frieden leben

und jeden Tag sein Bestes geben…

So reißt er sich ein Bein stets aus,

um das zu zeigen – Katz’ und Maus.

 

Jeder hat doch Schönheitsflecken –

ob Bremsen, Tauben, Pumas, Schnecken,

Schweine, Hunde oder Mücken…

Sie sollten doch zusammenrücken,

um einander zu ergänzen.

So entwichen große Grenzen!

Segen im Regen

christliche Gedichte über das Leben

Auch wenn’s heute wieder regnet – 

bin ich reich von Gott gesegnet.

Nichts verhagelt mir die Laune,

worüber ich jetzt mächtig staune:

Für mich ist nämlich sonnenklar:

Der Regen ist nicht immer da!

Die Sonne bricht sich ihre Bahn.

Und darauf kommt es schließlich an!

Vorübergehen(d)

Vorübergehen(d)

Im Hier hat alles seine Zeit;

auf dieser Welt ist nichts von Dauer.

Im Wechsel liegt Beständigkeit.

Denn gestern war ich voller Trauer.

 

Ich lag am Boden – tief verletzt,

verstand dieses Desaster nicht.

Ich war empört, total entsetzt,

verlor jedwede Zuversicht.

 

Auch heute bin ich noch betroffen,

doch wächst in mir ein Hoffnungsschimmer.

Ganz langsam kann ich wieder hoffen:

Der Schmerz von jetzt bleibt nicht für immer…

 

Denn morgen hab’ ich überwunden,

was mich hier quälte – insgeheim.

Im Leid hat Gott mich neu gefunden.

Mein Ende wird sein Anfang sein.

 

Ergreifend von Gott ergriffen

Ergreifend von Gott ergriffen christliche Gedichte über das Leben

Ich hab´s noch nicht begriffen;

es ist fast wie ein Traum.

Doch bin ich jetzt ergriffen:

Ich darf dir, Gott, vertrau´n.

Du bist mein Licht, mein Leben,

die Hoffnung und das Ziel.

Du hast mir Halt gegeben,

nachdem ich so tief fiel.

Ich lief in deine Arme.

Sie waren ausgestreckt.

Ich spürte dein Erbarmen,

hab´ Liebe erst entdeckt.

Seitdem blick´ ich nur vorwärts,

ergreife deine Hand

und liebe so dein Vaterherz.

Es ist mir zugewandt

und lässt mich ganz vergessen,

was früher einmal war:

die Not und das Vermessen,

das Unrecht auch sogar.

Ich will nur auf dich sehen,

gestalten deine Welt

und deine Wege gehen,

weil uns das so gefällt.

 

Aufbruch

christliche Gedichte über das Leben

Ich brech’ zu neuen Ufern auf,

nehm’ Wind und Wellen auch in Kauf,

denn dieser Aufbruch bringt mich weiter

und stimmt mich letztlich ziemlich heiter!

(Aus-)Flug

(Aus-)Flug

Bist du einmal hingefallen,

bleibe nicht am Boden liegen.

Höre auf, dich festzukrallen.

Du kannst trotzdem wieder fliegen.

 

Stehe auf, suche den Hügel, 

sieh nach oben, laufe los!

Spanne endlich deine Flügel –

schwebe… Das ist grandios!

 

Denn dazu bist du berufen –

egal, was dir bisher geschah,

wie dich andere einstufen…

Ich bin auf ewig für dich da.

 

Erschrecke nicht vor einem Fall. 

Niemals lass’ ich dich allein.

Ich halt’ dich immer, überall.

Denn ich will dein Fallschirm sein.

Aus der Vogelperspektive

Aus der Vogelperspektive

Weil ich heut einmal gar nichts tu’,

schau’ ich den schlauen Vöglein zu,

wie sie mir große Frede bringen –

mit ihrem Leben, ihrem Singen,

obwohl sie erstmal gar nicht wissen,

wo sie Futter suchen müssen.

Sie trauen Gott wohl unbekümmert,

weil er sich stetig um sie kümmert,

und ihnen, was sie brauchen, schenkt –

Tag für Tag gern an sie denkt.

 

Ich überlege, komm’ zum Schluss,

dass ich mich nicht so sorgen muss –

um Kleidung, Trinken und das Essen:

Mein Gott wird mich ja nicht vergessen.

Wenn er die Tiere so verpflegt –

wie wird der Mensch dann erst umhegt,

dem er ja noch mehr Würde gibt,

den er – als Ebenbild – sehr liebt!

Lebenslänglich

christliche Gedichte über das Leben

In Gottes Hand steht meine Zeit!

Und das gibt mir Gelassenheit.

Er kennt den Anfang – und den Schluss,

wenn ich hier Abschied nehmen muss. 

Doch bis mein Ende kommt – im Leben,

habe ich noch viel zu geben:

Ich will Apfelbäume pflanzen 

und jeden Tag mit Frohsinn tanzen!

G(l)anz-Stücke

G(l)anz-Stücke

Zeig´ mir nicht nur deine Stärke;

bringe mir auch deine Fehler.

Weise nicht nur auf die Berge;

ich begleite dich durch Täler.

 

Gern bin ich mit dir verbunden

und schenke deinen Scherben Glanz.

Mit allem Können und den Wunden

sehe ich dich jetzt schon ganz!

 

Verwunden

Verwunden

Ich verzog heut meine Miene,

denn mich stach die kleine Biene

mitten auf den Oberarm.

Ich merkte gar nicht, dass sie kam.

 

Weiß diese dumme Biene nicht,

wenn sie einen Menschen sticht,

dass ihr ein böses Unheil droht?

Nach kurzer Zeit ist sie dann tot!

 

Nun will ich diese Szene deuten:

Wie dem Tierchen geht’s uns Leuten.

Hab` ich einen nur gestochen

und ihm dann das Herz gebrochen, 

hätt` auch ich den Tod verdient.

Doch Jesus hat für mich gesühnt.

Durch sein Sterben darf ich leben.

Das ist gütig … zugegeben!

Scherben-Mehr

Scherben-Mehr 

Ich sehe auf das Scherben-Meer

und staune über dich, mein Herr,

wie du es schaffst, dass sich das Licht

in dem Zerbrochenen nun bricht

und sich der Himmel widerspiegelt…

„Das hast du dir gut ausgeklügelt!“,

denk’ ich bei mir. „Nichts bleibt für immer!“

Es wächst in mir ein Hoffnungsschimmer,

dass dieser Schluss ein Anfang wird,

was mich ermutigt, mich berührt,

sodass ich wieder Gott vertraue

und lächelnd in die Zukunft schaue!

Ein einzigartiges Ma(h)l

Ein einzigartiges Ma(h)l

Unser Retter und Befreier

lädt uns heute alle ein –

zu dieser wunderschönen Feier.

Er serviert uns Brot und Wein.

Alle dürfen schmecken, sehen,

wie er uns von Herzen liebt.

Auf der Zunge darf zergehen,

dass er jede Schuld vergibt.

 

 

Er lebte, um für uns zu sterben,

hat uns vom Tode auferweckt.

Wir dürfen seinen Reichtum erben,

der im Leben mit ihm steckt.

 

Wir denken an die Peitschenhiebe,

an das Blut, das große Leid.

Er fügte sich aus reiner Liebe.

Alle Wunden sind geheilt.

 

Er hat sich für uns hingegeben.

Unsere Herzen werden weit.

Wir wollen gerne für ihn leben

in dieser Zeit, in Ewigkeit!

 

 

So lasst uns feiern – hier im Saal –

mit Brot und Wein … das Abendmahl.

Wir dürfen alle daran denken:

Gott will sich darin selbst verschenken!

Für nichts war Jesus sich zu schade,

zeigt jetzt jedem seine Gnade.

Beflügelt

christliche Gedichte über das Leben

Ich weiß, wie mein Engel flitzt,

mich umgibt und mich beschützt –

in jeder Nacht, an allen Tagen,

denn Gott hat es ihm aufgetragen,

weil ihm mein Leben wertvoll ist,

sodass er mich niemals vergisst!

 

Liebe für Gott - Lebe für Gott

Liebe für Gott - Lebe für Gott

Du und ich – wir sind verschieden:

Du bist groß, und ich bin klein.

Dennoch hast du dich entschieden,

mein Bruder und mein Freund zu sein.

Dafür möchte ich dich preisen,

will dich lieben – immerdar,

im Leben stets auf dich verweisen.

Denn du bist so wunderbar!

Abgewogen

christliche Gedichte über das Leben

Wiegt meine Last auch noch so schwer,

und leide ich auch gar zu sehr –

so fällt … trotz Tränen und Verzicht …

sie später nicht mehr ins Gewicht.

 

Im Himmel gibt es weder Not

noch Tränen, Leid und keinen Tod…

So blick‘ ich auf zur Ewigkeit,

denn Gott verspricht mir Leichtigkeit!

 

Umgedreht

Umgedreht

Es gibt so manchen Grund zum Fallen

und am Boden aufzuprallen –

was lahmlegt, die Bewegung raubt,

sodass der Glaube auch verstaubt. 

 

Lande ich mal auf dem Bauch,

mache ich es mir zum Brauch,

mich umzudrehen – auf den Rücken.

So kann ich in den Himmel blicken,

mich getrost geschlagen geben,

wieder aufstehen und erleben,

wie Einer mir die Hände reicht

und nicht von meiner Seite weicht,

mir neue Perspektiven gibt,

weil er bedingungslos mich liebt!

Tief bewegt

Tief bewegt

Die Hälfte meines Lebens

lebte ich vergebens.

Ich suchte Halt, Liebe und Schutz.

Doch ich fiel tief, lag nur im Schmutz. 

Ja, oft hab´ ich Beton berührt

und tiefe Wunden dann gespürt.

Ich glaubte nicht, ich sei zu retten.

 

Dann kamst du, sprengtest die Ketten.

Nun steh´ ich hier und bin befreit.

Mein Herz ist voller Dankbarkeit.

Du halfst mir hoch, stelltest mich hin,

gabst meinem Leben neuen Sinn.

Ich lebe heute nur noch für dich,

werfe das Alte hinter mich

und gehe aufrecht meinen Pfad –

mit Wert und Kraft … als Unikat!

Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Nicht auf der Strecke (liegen)bleiben

Auf halber Strecke aufzugeben,

das ist gar nicht mein Bestreben:

Nach dem „Bergab“ gibt’s das „Bergauf“.

So ist in dieser Welt der Lauf.

 

 

Doch manchmal sitz’ ich kurzerhand

ganz abgekämpft am Wegesrand:

Ich schau’ nach vorn und stöhne nur:

„Es ist noch eine schwere Tour,

bis ich am großen Ziel ankomme…

Ich sehe es nur recht verschwommen!“

Doch irgendwann fällt auch der Blick

auf meinen Lebensweg zurück.

„Ich hab’ ja  schon so viel geschafft…“

Und diese Sicht gibt neue Kraft.

So kann ich hoffnungsvoll aufstehen,

auf meinem Pfad auch weitergehen.

Vielleicht bleib’ ich ja länger fit –

marschiere ich stets Schritt für Schritt

mit – hin und wieder – einer Pause;

es wartet auf mich: das Zuhause!

End-Spannung

End-Spannung

Du bist da, wenn man dich braucht –

spürst, was andere Menschen schlaucht.

Du packst mit an, hörst ihnen zu.

Die Frage bleibt: „Wo bleibst denn du?“

 

Fühlst du dich müde und gestresst,

wird es Zeit, dass du loslässt,

einen Gang herunterfährst 

und auf die innere Stimme hörst,

die dir flüstert, was dir fehlt,

was dein Herz sucht, was dich beseelt.

 

Wie oft vergessen wir so leicht:

Der Nächste wird meist nur erreicht,

wenn wir Prioritäten setzen,

in Gott auch mal uns selber schätzen!

Zurück zu den Wurzeln

Zurück zu den Wurzeln

Lange war ich heut im Wald,

sah mehr als einen Baum.

Doch einer war besonders alt.

Erst schätzte ich ihn kaum.

 

Die Wurzeln wachsen tief und fest

seit Jahren in den Boden ein. 

Doch streckt sich der gesamte Rest

weit, hoch bis in den Sonnenschein.

 

Sein Standpunkt ist damit ganz klar.

Der Baum kann zu sich stehen.

Doch ist er keineswegs nur starr,

kann Stürme überstehen.

 

Er atmet für uns Gifte ein,

hilft Schlechtes umzuwandeln.

Der Baum will Lebensspender sein.

Ich dank ihm für sein Handeln.

 

Nach jedem Winter treibt er neu – 

das ist nunmehr sein Ziel.

Trotz Kälte bleibt er uns so treu.

Der Baum steht für so viel!

Ausstrahlung

Ausstrahlung

Lebst du mit mir vertraut, versöhnt,

bist du mit Herrlichkeit gekrönt,

bist heilig und mein Ebenbild,

mit Liebe, Kraft und Geist erfüllt,

Licht der Welt und auch das Salz,

Gottes Tempel ebenfalls.

Du bist die Magd oder der Knecht,

bist reingewaschen und gerecht.

Du bist eine neue Kreatur –

ob mit, ob ohne Abitur.

Ist dir klar – als Freund des Herrn –

hab´ ich deine Nähe gern?

Du bist ein Bürger meiner Welt,

von Anfang an durch mich erwählt!

So halte dich nicht mehr für klein!

Du wirst verehrt, du bist mein,

auch ein Glied an meinem Leib –

in dieser Zeit, in Ewigkeit.

Drum sieh dich doch mit meinen Augen.

Nichts kann dir den Wert mehr rauben.

Steh´ gerade, steh´ zu dir

und dann komm´ und helfe mir,

auf dieser Welt mein Reich zu bauen,

damit noch viele mir vertrauen!

Denken lenken

christliche Gedichte über das Leben

Ich achte drauf, was ich stets denke,

weil ich dadurch mein Leben lenke!

Es steht und fällt mit den Gedanken.

Ständig kann ich durch sie wanken.

Ich lerne jetzt, sie zu bezwingen.

Dann wird mein Leben wohl gelingen.

Im Kopf beginnt das gute Siegen

über Trübsinn oder Lügen.

Schon positives Denken reicht,

und der Tag wird merklich leicht!

Unverhofft kommt oft

Unverhofft kommt oft

Einer leisen, weisen Alten 

 – von kleinem Wuchs, mit großen Falten – 

wuchsen in dem Lauf des Lebens  

graue Haare … ganz vergebens,

obwohl sie Not und Leid bedrückt.

Sie geht ganz langsam … tief gebückt …

den Menschenkindern hier entgegen,

bringt Heil und Licht, Kraft und Segen.

So wird sie hier beliebt geschätzt:

Wenn alles stirbt – sie stirbt zuletzt!

Weil sie erleichtert, nicht beschwert, 

ist ihre Gegenwart begehrt.

Sie gibt Weitblick, wenn wir weinen, 

wenn Wege aussichtslos erscheinen,

 wenn wir die Zuversicht vermissen.

Ach, wie sie heißt, willst du noch wissen?! – 

Hoffnung ist der Eigenname

dieser ehrenwerten Dame.

Barmherzig - Warmherzig

christliche Gedichte über das Leben

Herr, du bist mir nachgegangen, 

als ich mich verlaufen hab’, 

hast mit mir neu angefangen, 

als es nichts zu hoffen gab.

 

In Liebe hast du mich umarmt, 

obwohl du alles von mir weißt.

Selbstlos hast du dich erbarmt,

mich eingekleidet und gespeist.

 

Herr, du hast mich reich gesegnet. 

Nun bittest du mich warmherzig, 

dass ich Menschen so begegne:

„Beschenke auch! Sei barmherzig!“

 

Weil du täglich an mich denkst,

seh’ ich nun zum Nächsten hin.

Was er braucht, das weißt du längst.

Im Schenken liegt mein Lebenssinn.

 

Was ich hab’, geb’ ich nun weiter,

denn alles kommt, mein Gott, von dir.   

Und so werde ich selbst heiter, 

bleibe reich! Hab’ Dank dafür!

Unerschöpflich

Unerschöpflich

Eine kleine, hübsche Pflanze

blüht und strahlt im vollen Glanze.

Sie zeigt uns ihre Position

in den Rissen von Beton.

 

„Bewundernswert…“, so denk´ ich mir,

„… an diesem Standort – solche Zier!

Wie hat sie das denn nur geschafft?

Und – woher kamen Mut und Kraft?“

 

Der Same war für sie gelegt.

Gott selbst hat sie gehegt, gepflegt,

hat Wachstum ihr gegeben.

Er wollte – unbedingt – ihr Leben,

um uns Menschen Mut zu machen.

Sie ist ein Sinnbild für sein Wachen,

wenn wir ermatten, nichts erreichen:

In Wüsten schenkt er Hoffnungszeichen!

Gott gibt mee(h)r

christliche Gedichte über das Leben

Du schickst mich auf das weite Meer,

wo nur herrscht – das Unbehagen,

weil ich spür‘, dass ringsumher

meine Füße kaum noch tragen.

Ich bin von Wellen hier umgeben.

Auch der Wind bläst ins Gesicht.

Ich fürchte mächtig um mein Leben,

und es sinkt die Zuversicht.

 

 

Doch auf dem weiten, großen Meer

kann ich mich auf dich verlassen.

Da bist auch du, mein treuer Herr.

Ich will deine Hand erfassen,

die mich hält und weiterbringt.

Im Glauben darf ich auf dich sehen,

weil das Wagnis auch gelingt:

Ich kann – mit dir – auf Wellen gehen!

Unterwegs

christliche Gedichte über das Leben

Ohne jegliche Beschwerde

kamst du, Herr, auf die Erde.

Nichts war dir zu unbequem –

auch nicht der Stall in Bethlehem.

 

So hast du dich zu uns begeben:

In den Tod kommt nun das Leben.

Durch das Dunkel scheint das Licht.

In Trauer wächst jetzt Zuversicht!

 

Viele sollen das noch sehen:

Drum kann ich neue Wege gehen,

darf die Botschaft weitertragen …

zu den Menschen, die verzagen.

 

Der Horizont wird sich erweitern.

Und sollt‘ ich dabei stürzen, scheitern,

verlasse ich mich fest darauf:

Der Herr richtet doch stetig auf!

 

Weg-weisend

Wegweisend

Wieder geht ein Weg zu Ende.

Chaotisch sind die Umstände.

Ich weiß nicht mehr, wieso – wohin,

bin verzweifelt, such‘ den Sinn,

einen Ausweg, Zuversicht,

bis EINER tröstend zu mir spricht:

Nicht im Gestern liegt Dein Glück!

Sieh nach vorn, schau‘ nicht zurück!

Gehe weiter! Bleib‘ nicht stehen!

Ich werde immer mit dir gehen

und zeige dir den Weg, das Licht,

bis der neue Tag anbricht,

an dem du längst zu Hause bist

und keine Träne mehr vergießt!

Gescheiter(t)

christliche Gedichte über das Leben

Du siehst nur auf dein Versagen,

das Scheitern und die Niederlagen,

auf die Schrammen und die Brüche,

auf das in dir Erbärmliche.

Doch ich seh’ mehr in dir, mein Kind,

weil in dir meine Schätze sind

und weil ich selber in dir lebe,

die Ewigkeit ins Herz dir gebe,

der Tempel deines Leibes bin.

Dein heiler Kern – von Anbeginn –

wird nicht zerstört, geht nicht kaputt.

Mein Gütesiegel gilt: „Sehr gut“!

Du hast Würde, Wert und Kraft,

Erlösung, Freiheit, Leidenschaft.

Nichts und niemand kann das nehmen.

Das, was war, muss dich nicht lähmen.

So hör‘ in dich und sieh auf mich.

Die Dunkelheit wird wieder licht,

wenn du hinfort ganz anders denkst

und dich nicht länger selbst beschränkst.

Grabe diesen Schatz neu aus

und dann geh‘ hin und mach‘ was draus!

Geh Fühlen

Geh Fühlen

Ich bin nicht mehr so aufgeschreckt,

denn ich hab’ jetzt ganz neu entdeckt:

Ich kann viel mehr, als ich heut spür’,

sodass ich schon die Angst verlier,

ganz klein und ohnmächtig zu sein.

Ich lass’ mich neu aufs Leben ein.

Es hält viel Schönes noch bereit –

trotz mancher großer Traurigkeit.

Und außerdem stehst du zu mir.

Für deine Liebe dank’ ich dir.

Du lässt mich wirklich nie allein.

Mir gilt dein Ja und nicht dein Nein.

So wird dies Fühlen zum Geschenk:

Ich bin viel größer, als ich denk’!

Gefragt, gewagt

christliche Gedichte über das Leben

Der Schicksalsschlag – er haut mich um.

Ich bin verzweifelt. Frag‘: „Warum?

Wieso, mein Gott, lässt du das zu,

obwohl ich täglich so viel tu,

um dir Ehre, Ruhm zu bringen

und manche Riesen zu bezwingen?“

Die Antwort kommt nicht an das Licht,

 

doch ich hör‘ Gott, wie er nun spricht:

„Mein Kind, du bist mir treu ergeben.

Trotzdem kommt es vor – im Leben,

dass du durch dunkle Täler gehst,

auch wenn du das nicht verstehst.

In dieser Welt ist nichts perfekt.

Hat dich das noch nicht erschreckt?

 

Solange du hier atmen kannst,

erlebst du Kummer, Schmerz und Angst.

Doch – ich bau´ eine neue Erde –

ohne jegliche Beschwerde.

Ich wische deine Tränen fort

und bin für dich der Zufluchtsort.

Wenn du dich an mein Herz nun schmiegst

und dich in meiner Liebe wiegst,

kann ich Dich wieder auferbauen.

Ich stärke auch Dein Gottvertrauen.“

Sorgen erleben

christliche Gedichte über das Leben

Das Sorgen zerrt an deinen Nerven

und raubt dir eine Menge Kraft.

Gott bittet dich, auf ihn zu werfen,

was dich herumtreibt, was dich schafft.

Er kann wirklich für dich sorgen,

denn er hat den Überblick.

Um dein Gestern, Heute, Morgen

kümmert er sich recht – geschickt!

Auf Wiedersehen

Auf Wiedersehen

Unsere Herzen sind zerrissen,

und die Trauer riesengroß,

weil wir euch so sehr vermissen.

Denn ihr ruht in Gottes Schoß.

Ach, was würden wir drum geben,

die Uhr nochmal zurückzudreh´n,

einen Tag mit euch zu leben,

einen Weg gemeinsam geh´n.

 

Doch – es ist uns zugesagt:

Es gibt für uns ein Wiedersehen –

in Gottes Welt … ganz unverzagt,

werden wir den Plan verstehen

und euch in die Arme schließen,

endlich herzen, glücklich sein.

Keine Träne wird mehr fließen.

Darauf dürfen wir uns freu´n!

An(dich)denken

An(dich)denken

Mein Schatz, du bist mir immer nah,

obwohl ich dich noch niemals sah

und du zu früh gegangen bist.

Im Herzen wirst du sehr vermisst.

 

Und dennoch tröstet es mich heut,

dass es dir gut geht – nach dem Leid.

Du lebst in einer bessren Welt,

in der es dir bestimmt gefällt.

Du rennst und lachst – mit Gottes Segen –

jetzt ganz gewiss im Garten Eden.

Das ist mein Tost an diesem Tag –

an jedem, der noch kommen mag…

 

Zu trauern ist heut angemessen:

Ich werde dich niemals vergessen…

Du bist und bleibst in meinem Herzen:

Ich zeig‘ dir das mal durch die Kerzen!

 

 

 

Im Gedenken an dich, meine „E.ngeline“.

(Heute hätten wir bestimmt im großen Rahmen Deinen 38. Geburtstag gefeiert…)